04.10.2016, 10:57 Uhr

Fiakerplatz: Gefahr durch Raser

Trotz 30er-Tempolimits lädt die Hainburger Straße ab dem Fiakerplatz viele Autofahrer zum Rasen ein.

Anrainer berichten von teils lebensgefährlichen Situationen und wünschen sich einen Zebrastreifen.

LANDSTRASSE. Das vorgeschriebene Tempolimit von 30 km/h am Fiakerplatz werde laut Anrainern von den wenigsten Auto- und Motorradfahrern eingehalten. "Im Gemeindebau Fiakerplatz 8 leben zahlreiche ältere Menschen und solche mit Behinderungen, für die ein Überqueren der Straße zum Park jedes Mal ein Spießrutenlauf ist", erklärt eine Bewohnerin, die anonym bleiben möchte. Hier sei allerdings der einzige direkte Zugang zum Park.

Man sorge sich aber nicht nur um die älteren Mitbewohner, sondern vor allem um die zahlreichen Schulkinder, die täglich auf ihrem Schulweg genau hier die Straße überqueren. "Viele Kinder aus der Volksschule Petrusgasse nutzen den Hof des Gemeindebaus für ihren Schulweg, kommen über den Durchgang und queren dann genau hier, um neben dem Park weiterzugehen."

Umgekehrt werde diese heikle Stelle am Fiakerplatz 8 auch von den Volksschulkindern der Dietrichgasse gerne auf ihrem Schulweg genutzt. Und natürlich von allen Kindern, die in den umliegenden Gemeindebauten wohnen und im Park spielen wollen.

Zudem beklagen die Anrainer, dass die Geschwindigkeit von der Polizei ausschließlich am unteren Ende der Strecke vom Fiakerplatz hinunter zum Kardinal-Nagl-Platz – also beim Schutzweg Rabengasse – kon-trolliert werde. Dort sei die Präsenz der Polizei weithin sichtbar und die Fahrzeuge würden sich schon weit oben in der Hainburger Straße 'einbremsen'“, so die Anrainer.


Lärmbelästigung enorm

Zudem sei die Lärmbelästigung durch die Raser in den Abend- und Nachtstunden ex-trem störend. Egal, ob diese aus der Kurve von der Leonhardgasse oder aus der Parkgarage direkt am Fiakerplatz kämen. "Man hört die Raser und natürlich auch die laute Musik aus den Autos bis hinauf in den 5. Stock", erklärt ein Anrainer. Besonders am Freitagabend sei es schlimm.

Bezirksvorsteher Erich Hohenberger kündigte auf Anfrage der bz an, beim nächsten Jour fixe im Bezirk mit der Exekutive und der zuständigen Verkehrsbehörde MA 46 die Problematik Fiakerplatz und mögliche Lösungsansätze nochmals zu erörtern. Ein Zebrastreifen wäre für die Anrainer hier ein wichtiger erster Schritt, um die Situation endlich nachhaltig zu entschärfen.
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