01.12.2016, 20:35 Uhr

Herrengasse: Firmen und Anrainer zahlten 5,5 Millionen Euro für Umbau

"Von den Bewohnern kommen durchwegs positive Rückmeldungen", freuen sich Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Bezirksvorsteher Markus Figl (Foto: Fürthner/pid)

Die neue Begegnungszone wurde von Vizebürgermeisterin Vassilakou eröffnet.

INNERE STADT. Die neue Begegnungszone Herrengasse wurde fertiggestellt und feierlich eröffnet. Seit dem Startschuss im Mai 2016 ist viel passiert: Die rund 430 Meter lange Gehfläche wurde mit Natursteinen ausgestattet. Der Höhenunterschied zur Fahrbahnfläche ist verschwunden, somit gibt es nun bedeutend mehr Platz für die Fußgänger. Der Radverkehr funktioniert weiterhin in beide Richtungen. Ladezonen und Vorfahrtsflächen blieben ebenso erhalten wie die Station des Linienbusses.

In der Bezirksvertretung ist man mit den Arbeiten der vergangenen Monate zufrieden: "Die Realisierung des Projekts zur Belebung der Herrengasse war durchaus zu begrüßen. Nicht nur, weil die Umgestaltung optisch ansprechend ist, sondern auch, weil sich hier Private engagieren, um den Bezirk lebenswerter zu gestalten“, so ÖVP-Bezirksvorsteher Markus Figl. Persönlich gefällt ihm die Neugestaltung sehr. "

Auch von den Bewohnern kommen durchwegs sehr positive Rückmeldungen.“ Durch die Schaffung eines konsumfreien Aufenthaltsbereichs, zusätzlicher Radabstellmöglichkeiten und einer 20-km/h-Geschwindigkeitsbegrenzung ist die Herrengasse nun deutlich aufgewertet.

Private tragen Kosten

"Besonders ist auch, dass die Anwohner mit 5,5 Millionen Euro den Löwenanteil der Kosten übernommen haben“, so Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne). Die Gesamtkosten betragen 6 Millionen Euro. Einzig die Erneuerung der Wasserversorgung wurde von der Stadt übernommen.

Geschäfte erwarten Umsatzplus

Die Bauzeit war für viele Geschäftsbesitzer in der Herrengasse nicht leicht. Lärm und Schmutz sowie die vielen kleinen Bauabschnite haben die Käufer zu einem großen Teil ferngehalten und dem Umsatz zugesetzt. Nun hoffen die Unternehmer, dass durch die positive Veränderung der Herrengasse auch das Einkaufen zukünftig attraktiver wird, wie auch Omer Rahimy vom Kabul Shop in der Herrengasse bestätigt.

Auch Annemarie Ludat von der Blumenhandlung Matern kann dem Ergebnis der Bauarbeiten viel abgewinnen: "Optisch ist die Herrengasse sehr schön geworden. Trotzdem ist zu befürchten, dass sich die fehlenden Parklätze dennoch bemerkbar machen werden." Die Adventzeit ist bereits die erste Bewährungsprobe, in der sich zeigen wird, ob die Neugestaltung der Herrengasse die in sie gesetzten Hoffnungen und Wünsche erfüllen wird.
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