08.11.2017, 10:27 Uhr

In Erdberg wird auch im Winter gehackelt

Auf der Erdberger Lände 36–38 ist der Bau in vollem Gange. Fertig soll das Gebäude 2019 sein.

Der Baustellensommer ist zum größten Teil vorbei. In Erdberg wird allerdings freudig weitergebaut. Ende ist vorerst 2020.

LANDSTRASSE. Die Landstraße ist im Baufieber. Mit dem Hochhaus-Projekt "Triiiple" ist im Sommer das neueste Großprojekt nach Erdberg gekommen. Dort ist es in ein Viertel eingezogen, das als "boomendes, urbanes Viertel" beschrieben wird. Denn neben den drei Türmen entstehen vier weitere Großprojekte in unmittelbarer Umgebung. Mittlerweile sind allein im Raum Erdberg sechs Neubauten geplant. Bei so vielen Projekten kann man schnell den Überblick verlieren.

Für angenehme Spaziergänge eignet sich die Gegend um den Kardinal-Nagl-Platz und die Schlachthausgasse eher weniger. Baulärm, laute Rufe und schwer beladene Lkw bestimmen das Bild. Auf das Ende der Bauarbeiten müssen die Landstraßer noch warten, denn das letzte Projekt soll erst mit Ende 2020 fertig sein, und selbst dann fehlt noch einer der Türme. Trotzdem bringen die Bauprojekte allesamt mehr Leben durch Lokale, Cafés und Geschäfte in das Grätzel.

Büros und Wohnungen

Die Bauvorhaben könnten nicht unterschiedlicher sein. Wo das eine auf moderne Büros mit Blick auf den Prater setzt, wirbt man in der Rüdengasse mit dem klassischen Backstein-Look. Zählt man allein die Wohnungen zusammen, kommt man auf die stolze Summe von etwa 1.940. Da man auf Gesamtpakete setzt, werden auch entsprechend viele Büros gebaut. Somit werden auch gestresste Büroarbeiter durch das Grätzel marschieren. Für die Anrainer heißt das: Nerven beweisen. Den Lärm wird es noch länger geben. Wer lange Verzögerungen befürchtet, kann beruhigt werden. Zurzeit sind noch alle Bauvorhaben genau im Plan. Auch das älteste Projekt "Lände 3", welches das Bürogebäude "Vie" und den Wohnblock "Laendyard" umfasst, hat erst vor Kurzem die Dachgleiche gefeiert und ist somit im geplanten Rahmen.


Viel mehr Grün

Mehr Neubauten heißt nicht gleichzeitig mehr Beton-Dschungel. Bei einigen der Projekten soll nicht die gesamte Fläche mit Wohnungen verbaut werden. Geht man von dem Bauprojekt in der Rüdengasse aus, wird es im Innenhof einen eigenen Spielplatz für die Anrainer geben. Im Fall von Triiiple wird man sogar die A4 überplatten, um mehr Raum für Grün zu schaffen.
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