14.11.2017, 13:01 Uhr

Lichtental: Parkplätze werden immer weniger

"Baustellen werden oft mehrmals verlängert. Die Parkplätze fallen dann noch länger weg", klagt Anrainer Horst Wittrich.

Die Stellplatznot im Bezirk wird durch Baustellen noch verschärft. Ganz schlimm ist es im Lichtental.

ALSERGRUND. Die Parkplatzsuche geht für die Anrainer im Lichtental täglich an die Belastungsgrenze. "Seit drei Jahren wohne ich nun schon in der Wiesengasse im 9. Bezirk. Und genau seit drei Jahren habe ich fast jeden Tag mit der Parkplatzsuche zu kämpfen", erzählt Anrainer Horst Wittrich.

Im Grätzel rund um die Lichtentaler Kirche sei es in letzter Zeit wegen der vielen Baustellen besonders schlimm geworden. Nach Wittrichs Schätzungen seien dadurch in Spitzenzeiten rund 40 Parkplätze gleichzeitig durch Halteverbote weggefallen. "Ich bezahle immerhin für das Parkpickerl, da sollte ich auch parken können. Aktuell gibt es eine Baustelle in der Wiesengasse, die bis Ende September hätte bestehen sollen. Doch dann wurde die Baustelle um einen Monat verlängert. Mittlerweile haben wir November und die Baustelle ist immer noch da. Wie kann das sein?", kritisiert der Anrainer.

Ein Grund zum Wegziehen

Für Wittrich ist die aktuelle Parkplatzsituation im 9. Bezirk ganz klar ein Grund zum Wegziehen: "Wenn man am Abend nach Hause kommt, dann sucht man wirklich lange nach einem Parkplatz. Einmal waren es sogar 45 Minuten. Am Wochenende fahre ich mit meinem Auto gar nicht mehr weg, weil ich dann sicher keinen Parkplatz mehr bekomme." Eine Lösung für das Problem würde Wittrich in einer Verbesserung der Prüfung der Baustellen sehen. Und es sollte auch die Dauer einer Baustelle genau angegeben und eingehalten werden müssen.

Bezirk um Lösung bemüht

Die Halteverbote wegen Materiallagerungen oder Gerüstbau gibt die MA 46 (Verkehr) mittels Bescheid aus. Der Bezirk selbst kann hier keine Regulierung der Baustellen vornehmen: "Die Bescheide müssen aber alle an uns übermittelt werden. Wenn es in manchen Bereichen zu viel wird, dann sucht Bezirksvorsteherin Martina Malyar sofort den Kontakt und drängt darauf, dass keine weiteren Baustellen bewilligt werden", heißt es aus dem Büro der SPÖ-Bezirksvorsteherin. Ob das dann aber auch so umgesetzt wird, obliegt natürlich trotzdem dem Magistrat.

Anrainer gehen vor

In jedem Bezirk gibt es einen Fachwerkmeister, an den sich Anrainer mit Fragen zu Baustellen wenden können - erreichbar über die Bezirksvorstehung. Um der Parkplatzsituation auch aktiv entgegenwirken zu können, unterstützt die Bezirksvorstehung auch weiterhin das Anrainerparken. Derzeit gibt es im Neunten rund 800 dieser besonderen Stellplätze.
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