02.09.2014, 20:42 Uhr

Philharmonisches, Symphonisches, Konzertantes, Lustiges, Trauriges und Nachdenkliches

Charismatischen Dirigenten-Stars Gustavo Dudamel aus Venezuela (Foto: www.medici.tv)
Wiener Philharmoniker

Vom Festspiel zum Festspiel. Die Wiener Philharmoniker sind von Salzburg zurück und reisen gleich weiter nach Grafenegg. Dort bestreiten sie am 7.9.2014 um 19 Uhr das Schlusskonzert des heutigen Festspielsommers. Sie machen das unter der Leitung des charismatischen Dirigenten-Stars Gustavo Dudamel aus Venezuela. Er interpretiert ein Werk des österreichischen Komponisten René Staar, einem Mitglied des Wiener Staatsopernorchesters. Darauf folgt mit «Tod und Verklärung» eine letzte Verbeugung vor Richard Strauss, dessen 150. Geburtstag 2014 gefeiert wird. Mit Dvoráks Achter schließt das Grafenegg Festival ab.

Infos und Tickets: www.grafenegg.com


Wiener Symphoniker

Das zweite Wiener Spitzenorchester betritt die Bühne mit dem neuen Chefdirigenten Philippe Jordan. Der ehrgeizige Orchesterleiter hat viel vor und eröffnet das Angebot ans Publikum am 2.10.2014 mit Schuberts Symphonie Nr. 1 D-Dur D 82 und Leoš Janáčeks "Glagolitische Messe", festliche Messe für Chor und Orchester. Willkommen in Wien.

Infos und Tickets: www.konzerthaus.at


Cleveland Orchestra

Am 16.9.2014, 19,30 Uhr, gastiert das Cleveland Orchestra ebenfalls im Konzerthaus. Unter dem Dirigat von Franz Welser-Möst spielt es Werke von Johannes Brahms und dem zeitgenössischen Komponisten Jörg Widmann. Wer für Klangfeinheit und Präzision einen Faible hat, ist hier genau richtig.

Infos und Tickets: www.konzerthaus.at

NÖ Tonkünstler

Die Eröffnung der neuen Konzertsaison des Tonkünstler-Orchesters am 1.10.2014 steht ganz im Zeichen des Aufbruchs und des Neubeginns. Gleichzeitig gilt es, mit Bewährtem an vergangene Erfolge anzuknüpfen: Kurt Schwertsik, einer der bedeutendsten österreichischen Komponisten, schreibt im Auftrag der Tonkünstler ein neues Werk für den Beginn der «Musik: Leicht flüchtig». Rudolf Buchbinders Interpretation von Rachmaninows Paganini-Variationen versprechen den ersten virtuosen Höhepunkt der Saison. Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada und die Tonkünstler schlagen danach eine faszinierende Musikbiografie auf, sie erkunden die mitreißende Tondichtung «Ein Heldenleben» von Richard Strauss. Alles im Musikverein.

Infos und Tickets: www.musikverein.at


Theater an der Wien

Mit einem philharmonischen Konzert am 10.9.2014 und der Oper „Charodeyka“ (Die Zauberin) öffnet das Theater an der Wien seine Tore, die ja während der Urlaubszeit nie ganz geschlossen waren. Tschaikowskys selten gespieltes Musikdrama hat am 14.9.2014 Premiere.

Infos und Tickets: www.theater-wien.at

Burgtheater

Es ist ein trauriger Anlass, mit dem die Burg ihr heuriges Theaterleben beginnt. Der Ausnahme-Schauspieler Gert Voss wird Freunden, KollegInnen, vom Künstler, den Verantwortlichen für den Theaterbetrieb und von der Politik in seiner künstlerischen Stammhaus am 4.9.2014 verabschiedet. Der Sarg wird das Burgtheater umkreisen, so wie es für ein Ehrenmitglieder gebührt. Danach findet die Beisetzung in einem Ehrengrab der Stadt Wien auf dem Zentralfriedhof statt. Gert Voss wird sich in bester Gesellschaft befinden, in der Nähe seiner Ruhestätte sind die Gräber von Leon Askin, Gusti Wolf oder Fritz Muliar.

Mit der Premiere am 5.9.2014 wird das Kriegsdrama „Die letzten Tage der Menschheit“ das Haupthaus eröffnen. Aktueller könnte der Auftakt gar nicht sein. Die Barbarei, die Nichtachtung von Menschenleben, Tod und Folter ist zum Alltag geworden. Was lernen wir daraus? Recht wenig, wenn wir auch am gestrigen Tag des Überfalls von Nazideutschland auf Polen zwar viele Gedenkveranstaltung abgehalten haben, aber dem Mann im Osten nicht die Stirn bieten, ist fast alles vergebens.

Bevor ich in Depression verfalle und ich Sie möglicher Weise anstecke, empfehle ich Ihnen die Wiederaufnahme von Spatz und Engel. Die Revue über zwei liederlichen Gestalten: Marlene Dietrich und Edith Piaf. Es ist ein bezaubertes Stück voll von Humor, Entertainment und surrealem Lebensstil. Maria Happel und Sona MacDonald sind die herausragenden Protagonistinnen. Sehenswert! Tragen Sie sich den 15.9.2014 im Kalender ein.

Infos und Tickets: www.burgtheater.at

Volkstheater

Das von Finanzsorgen geplagte Volkstheater (Das Haupthaus ist schwer renovierungsbedürftig) feiert 125 Jahre und startet eine Spendenaktion, die mit allerlei originellen Ideen ausgestattet ist. Wussten Sie, dass sich ein Bienenvolk im Dach eingenistet hat. Ich nicht. Daraus gibt es jetzt eine Benefiz-Aktion: „Kosten Sie unsere neueste Produktion: HONIG FÜRS VOLK“ lockt des Volkstheater. Garantiert reiner Wiener Stadthonig, wird versprochen
50 Gramm à € 3,80 / 100 Gramm à € 7,50. Erhältlich ab 14. September an der Volkstheater Tageskassa, solange der Vorrat reicht. Der Reinerlös fließt in die Volkstheater Generalsanierung.
Und künstlerisch nehmen am 14. September 2014, 19:30 die „Die Vögel“ von Aristophanes Einzug im Haupthaus.

Infos und Tickets: www.volkstheater.at

Kammerspiele

Die Kammerspiele haben sich als Theater des feinen gehobenen Humors etabliert. Mit „Schön schön schön“ ab 11.9.2014 sollte das wieder gelingen. Im Schönheit- und Fitnesswahn mit kommerziellen Hintergrund finden sich die Damen Ruth Brauer-Kvam, Marika Lichter, Sona MacDonald, Ann Mandrella und Isabel Weicken ziemlich cool. In der Uraufführung ist Franz Wittenbrink omnipräsent. Er führt Regie, ist auch für die Musik verantwortlich und spielt Klavier.

Infos und Tickets: www.josefstadt.org.

Reinhard Hübl
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