17.07.2017, 10:30 Uhr

Wegen Renovierung: Parlament ist ab Herbst in der Hofburg

Für Nationalratspräsidentin Doris Bures hat der reibungslose Start des parlamentarischen Betriebs im Herbst oberste Priorität. (Foto: Maximilian Spitzauer)

Erste Abteilungen übersiedeln bereits ins Containerdorf am Heldenplatz.

INNERE STADT. 2014 wurde von den Parlamentsklubs die nachhaltige Sanierung des Parlamentsgebäudes an der Ringstraße beschlossen. Nun ist es so weit: Das notwendige Ausweichquartier ist so gut wie fertiggestellt. Die Pavillons am Heldenplatz und im Bibliothekshof der Hofburg können also bezogen werden. Einige Parlamentsmitarbeiter haben bereits mit dem Umzug begonnen. Auch die Arbeiten am Plenarsaal, der für die Dauer der Sanierung in der Hofburg untergebracht sein wird, konnten bereits abgeschlossen werden.

Nationalratspräsidentin Doris Bures konnte sich im Rahmen der Dankeschön-Feier von ihrem neuen Arbeitsplatz bereits ein Bild machen: „Es ist beeindruckend, was hier in kurzer Zeit und unter dem Gebot der Sparsamkeit als Provisorium errichtet worden ist“, freut sich Bures. Auch Burghauptmann Reinhold Sahl ist mit dem Plenarsaal sehr zufrieden. Dass die Hofburg als Übergangslösung für den Parlamentsbetrieb ausgewählt wurde, sieht er als eindrucksvollen Beweis für die Leistungsfähigkeit seines Hauses.

Pavillons werden bezogen

Die komplette Absiedelung des Parlamentsbetriebs stellt zweifellos eine enorme logistische Herausforderung dar. Den Abgeordneten und Parlamentsmitarbeitern wird in dieser Zeit viel abverlangt, denn immerhin müssen alle Arbeitsplätze und dazu noch andere Inventarstücke mit Speditionen in die einzelnen Pavillons transportiert werden.

Damit der Parlamentsbetrieb trotzdem nicht zu sehr eingeschränkt ist, finden die Übersiedelungen größtenteils an Freitagen und Samstagen statt. Die IT-Abteilung, das Bürgerservice und die Abteilung für politische Bildung sind bereits im Ausweichquartier angekommen. Es gibt aber noch viel zu tun, damit der parlamentarische Betrieb im Herbst wieder reibungslos aufgenommen werden kann. Dieser hat für die Nationalratspräsidenten oberste Priorität.

Erfreulich ist, dass die Demokratiewerkstatt für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene während der Sanierung des Parlaments weiter bestehen bleibt und ebenfalls in das Ausweichquartier integriert wird.

Zur Sache:
Insgesamt werden 714 Arbeitsplätze vom Parlamentsgebäude in das Ausweichquartier transportiert. Dabei handelt es sich um rund 700 Schreibtische, 1.400 Schränke, 1.700 Stühle, 200 Pulte, und 70 Sitzbänke. Jedem Parlamentsmitarbeiter stehen acht Umzugskartons zur Verfügung.
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