Musikverein Reichenfels
Blasmusik-Nostalgie aus dem Oberen Tal

 Eines der ersten Fotos von der neu gegründeten „Pacher-Tanzmusik“ aus dem Jahr 1912
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  • Eines der ersten Fotos von der neu gegründeten „Pacher-Tanzmusik“ aus dem Jahr 1912
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  • hochgeladen von Simone Koller

Historische Aufzeichnungen vom Reichenfelser Musikverein zeugen von großer Leidenschaft für feinste Klänge.

REICHENFELS. In Zeiten, in denen die Farbfotografie gerade im Kommen war, hätte noch niemand gedacht, dass es um die Blasmusik einmal so still werden würde. Seit knapp einem Jahr ist die Kulturszene stark gebeutelt – deshalb schwelgt man manchmal umso lieber in Erinnerungen an die „alten“ Zeiten. Beim Musikverein (MV) Reichenfels reicht die Vereinshistorie bis ins 19. Jahrhundert zurück: Nachforschungen und der Fund von alten Noten bestätigen, dass die Mitglieder der damaligen Musikkapelle bereits im Jahr 1876 ein Feuerwehrfest in Bad St. Leonhard umrahmten.

Über 100 Jahre

Im Jahr 1912 legte Max Pacher mit seiner „Pacher-Tanzmusik“ den Grundstein für den heutigen Verein, seitdem existieren auch regelmäßige Aufzeichnungen. Pacher, der damals schon das Spiel auf dem Flügelhorn und einigen weiteren Instrumenten beherrschte, schrieb alle Stücke für seine kleine Kapelle selbst. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs mussten die Musiker jedoch in den Krieg ziehen. „Auch Pacher wurde als Soldat im Jahr 1915 einberufen, um dem Vaterland zu dienen. Er spielte seine letzten Stücke auf dem Flügelhorn als er bereits am Bahnhof angekommen war. Erst aus dem Zug reichte er seinem Vater das Instrument und zog in den Krieg“, so besagen es alte Aufzeichnungen.

Großes Engagement in schweren Zeiten

Im Jahr 1928 zählte die Gruppierung zwischenzeitlich um die 15 Mitglieder und auch nach dem Zweiten Weltkrieg war die Freude an der Musik ungebrochen: Max Pacher begann immer mehr junge Musiker auszubilden. Am 1. November 1950 zählte die Musikverein Reichenfels 24 Mitglieder – Max Pacher fungierte als Kapellmeister und fertigte die Marschbücher selbst. Anfangs wurden Kärntner Anzüge als gemeinsame Uniform getragen, doch fünf Jahre später wurden die Musiker neu eingekleidet: Durch das Tragen der „Alt-Lavanttaler Tracht“ wurde der Musikverein zur Trachtenkapelle.

27 Jahre lang Kapellmeister

Seit der Ära von Max Pacher bestehen in der nördlichsten Gemeinde des Lavanttales die traditionelle Kapelle sowie die eigene „Pacher-Tanzmusik“. Die Blasmusik florierte in Reichenfels auch nach Pachers Tod weiter: Heinrich Gsodam übernahm im Jahr 1962 die Leitung der Trachtenkapelle – ab diesem Zeitpunkt durften Querflötisten den Klang erstmals musikalisch verfeinern. Zusätzlich wurde noch das Quartett der Trachtenkapelle gegründet. In seiner langjährigen Tätigkeit als Kapellmeister erweckte Heinrich Gsodam in vielen jungen Menschen die Liebe zur Musik. Im Jahr 1990 legte er den Dirigentenstab nieder.

Neue Tracht

Während diesen 27 Jahren wurde die Trachtenkapelle auch wieder zum Musikverein. Im Jahr 1983 wurde die Alt-Lavanttaler-Tracht erneuert. Sie besteht aus schwarzen Schuhen, blauen Stutzen, einer schwarzen Hose, einem roten Gilet mit passender Krawatte sowie einer blauen Jacke und einem schwarzen Hut mit weißer Feder. Für Frauen wurden anfangs noch Röcke geschneidert. Seit über 60 Jahren wird der Musikverein Reichenfels nun mit dieser Tracht in Verbindung gebracht. Vom Fasching im Februar bis zum Erntedankfest im September haben zahlreiche Ausrückungen den Alltag der Reichenfelser Musikanten seit jeher geprägt – zumindest bis zum Jahr 2020.

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