Tierschützer beklagen
Ist der Alpenverein Wolfsberg hundefeindlich?

Hunde auf der Alm sorgen immer wieder für Zündstoff.
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  • Hunde auf der Alm sorgen immer wieder für Zündstoff.
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Im neuen Koralpenschutzhaus herrscht Hundeverbot. Das schmeckt einigen Tierschützern überhaupt nicht.

WOLFSBERG. Gerade erst hat der Alpenverein Wolfsberg das von Grund auf neu gebaute Koralpenschutzhaus eröffnet, nun wird das Haus von Tierschützern aufs Korn genommen. In einem E-Mail-Newsletter wirft der in Salzburg beheimatete Verein RespekTiere dem Alpenverein Wolfsberg, dem das Gebäude gehört, Hundefeindlichkeit vor.

"Zehn Stunden in Hundebox"

Zur Vorgeschichte: Ein ehemaliger Angestellter des neuen Koralpenschutzhauses hätte sich an den Verein RespekTiere gewendet. „Der junge Mann, in Begleitung seines Hundes und in der vermeintlichen Überzeugung, hoch oben am Berg würde das Arbeitsverhältnis gleichzeitig eine Auszeit von der Hektik ‚unten‘ bedeuten, geriet ob dieser Ausgangslage schnell in eine Konfliktsituation“, heißt es in dem Newsletter des Tierschutzvereins. Der junge Mann hätte seinen Hund während der Arbeitszeit über zehn Stunden in einer Hundebox im Keller des Hauses einsperren sollen – so die Ausführungen der Tierschützer. Als Alternative wollte der Angestellte seinen Hund an einer 60 Meter langen Laufleine außerhalb der Hütte anleinen, während er selbst seiner Arbeit nachgehen wollte. Auch dies wäre ihm untersagt worden. Aus diesem Grund hätte er das Arbeitsverhältnis mittlerweile beendet. 

Rachegelüste

Pächter Robert Graimann, selbst Hundebesitzer, sieht die Sache anders: „Besagter junger Mann war lediglich bei den Vorbereitungsarbeiten vor der Eröffnung bei uns, in der Bewirtschaftung hat er überhaupt nie angefangen, weil ich ihn davor entlassen habe. Auch musste sein Hund nicht eine einzige Nacht im Keller verbringen. Ich kann mir nur vorstellen, dass er mir und dem Alpenverein eins auswischen will.“ Seinen eigenen Hund nimmt Graimann nach eigenen Aussagen gelegentlich mit auf das Koralpenhaus. Dann schläft der Vierbeiner auf einem Hundebett im dafür vorgesehenen Raum im Keller, untertags werden immer wieder Spaziergänge unternommen und abends hätte der Pächter ohnehin viel Zeit für seinen Hund. "Das ist überhaupt kein Problem", meint Graimann.

Hundehalter in der Pflicht

Helmut Sumper, Obmann des Alpvereins Wolfsberg, ärgert sich darüber, dass das Koralpenschutzhaus und der Alpenverein von den Tierschützern in ein dermaßen schlechtes Licht gerückt werden: „Im Koralpenschutzhaus gilt ein generelles Hundeverbot – wie auch in allen anderen 330 Hütten des Alpenvereins in Österreich. Man kann als Angestellter doch nicht einfach mit einem Hund an einem neuen Arbeitsplatz auftauchen, ohne sich vorher über ein mögliches Hundeverbot informiert zu haben, und dann den Hausbesitzer dafür verantwortlich machen, dass der Hund nicht so untergebracht werden kann, wie man sich das vorstellt.“

"Sind kein Hundehotel"

Der Alpenverein Wolfsberg sei mitnichten hundefeindlich, so der Obmann, aber an das Hundeverbot in der Hütte haben sich Gäste und Bedienstete gleichermaßen zu halten. „Im Außenbereich und auf der Terrasse sind Hunde erlaubt. Dort gibt es eine Tränke und Ösen zum Befestigen der Leine.“ Und der im Newsletter beklagte Hunderaum mit den Hundeboxen? „Diesen haben wir für Notfälle eingerichtet, wenn beispielsweise Wanderer mit Hund spätabends ankommen und übernachten müssen. Die Hunde dürfen nicht in die Schlafzimmer mitgenommen werden. Wir sind ein Schutzhaus, kein Hundehotel.“

Fremder Grund

Warum die 60 Meter lange Laufleine im Freien ebenfalls nicht akzeptiert wurde, erklärt Sumper folgendermaßen: „Dem Alpenverein gehört lediglich das Grundstück mit Abstand von einem Meter rund um die Hütte. Alles darüber hinaus ist fremder Grund, nämlich der des Stiftes St. Paul.“ Den gesamten Newsletter des Tierschutzvereins finden Sie hier.

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