Wolfsberg
Sanitäterin aus Leidenschaft

Menschen, die Hilfe benötigen, ein Gefühl der Sicherheit zu geben, ist für Claudia Koller der wichtigste Punkt als Sanitäterin.
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Das Rote Kreuz in Wolfsberg startet wieder mit der Ausbildung zum Rettungssanitäter.

WOLFSBERG. Der Rettungsdienst im Lavanttal funktioniert nur durch eine gute Zusammenarbeit mit beruflichen Mitarbeitern und Zivildienstleistenden sowie freiwilligen Kräften. In allen Bereichen werden unterstützende Hände benötigt, um hilfsbedürftigen Menschen zur Seite zu stehen. Besonders im Rettungsdienst sind neue Kollegen gefragt, die bei dieser herausfordernden Arbeit helfen. Die freiwillige Sanitäterin Claudia Koller gibt einen Einblick, wie die Ausbildung aussieht und welche Tätigkeiten anfallen.

Freiwillige als Stütze

Koller, die hauptberuflich in der mobilen Pflege tätig ist, entschied sich für den Freiwilligendienst, um in der Freizeit einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen. "Da mein normaler Arbeitsplatz sowieso in der Rot-Kreuz-Zentrale ist, hat sich das natürlich angeboten", erzählt Koller. Außerdem hat der Rettungsdienst auch einen großen sozialen Faktor zu bieten, da man neue Kollegen kennenlernt und daraus auch oft Freundschaften entstehen. Beim Roten Kreuz ist man Teil einer weltumspannenden Bewegung, erlernt einen Beruf und hilft Menschen auch in Notsituationen. Ohne Freiwillige wäre das Rettungswesen in Kärnten – so wie wir es kennen – nicht machbar.

Schnuppertag

Seit April 2019 macht Koller bereits Freiwilligendienst in der Rot-Kreuz-Bezirksstelle Wolfsberg. "Am Anfang der Ausbildung steht ein sogenannter Schnuppertag, wo sich jeder Interessierte einen groben Überblick über die Tätigkeiten und Abläufe im Rettungsdienst machen kann", sagt die freiwillige Mitarbeiterin. Bevor man sein Praktikum antreten darf, wartet auf die Teilnehmer der Ausbildung noch eine Zwischenprüfung, die man positiv absolvieren muss. Einzige Voraussetzung für die Anmeldung ist das Mindestalter von 17 Jahren, eine abgeschlossene allgemeine Schulpflicht und die körperliche und geistige Eignung.

Einfühlsamkeit zeigen

Eine der Hauptaufgaben ist laut Koller, Personen in akuten Ausnahmefällen bestens zu versorgen und ins Krankenhaus zu begleiten. "Wichtig ist es, den Menschen während der Fahrt Sicherheit zu geben. Egal ob mit Gesprächen, mit einem Lächeln oder einfach nur die Hand des Patienten zu halten", erklärt Koller, die einiges von der mobilen Pflege mit in den Sanitäterdienst mitnehmen kann. Als wichtigste Eigenschaft nennt sie den Begriff Empathie, um einfühlsam auf die Patienten eingehen zu können.

Ausbildungsbeginn

Interessenten melden sich bitte an der Bezirksstelle und nach Einreichung aller Anmeldeunterlagen und einem Termin für den Kursstart folgen ein 16-stündiger erweiterter Erste-Hilfe-Kurs und ein Theoriekurs mit 100 Stunden (vorwiegend an Wochenenden). Nach 160 Stunden Praxiserfahrung (bei flexibler Zeiteinteilung im Dienstbetrieb) besteht man die kommissionelle Abschlussprüfung und ist danach in der Lage, selbstständig die im Sanitätergesetz definierten Tätigkeitsbereiche auszuüben.

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Zur Sache

Das Rote Kreuz ist auf der Suche nach Personen, die Freude am Umgang mit Menschen haben – verlässlich, vertrauenswürdig, teamfähig, kommunikativ, belastbar und flexibel sind – und sich dem freiwilligen Team anschließen wollen. Wer mindestens 17 Jahre alt ist, eine abgeschlossene allgemeine Schulpflicht besitzt und die erforderliche körperliche sowie geistige Eignung mitbringt, erfüllt schon die ersten Voraussetzungen. Wenn man sich noch die Zeit für die Absolvierung der kostenlosen Ausbildung und der verpflichtenden Fortbildungen nimmt und bereit ist, in 24 Diensten im Jahr die Uniform für das Rote Kreuz zu tragen, darf sich mit Fug und Recht diesem Ehrenamt zugehörig fühlen.
Zusätzlich warten auf die neuen Kollegen spannende Zusatzausbildungen für eine langfristige Rotkreuz-Karriere.
Anmeldungen für die Rettungssanitäter-Ausbildung in Wolfsberg werden bis 1. Feber 2020 an der Bezirksstelle Wolfsberg oder per Mail an freiwillig@wo.k.roteskreuz.at entgegengenommen.

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