Maria Rojacher Kriminalbeamte
Verbrecherjagd in Bits und Bytes

Seit seiner Kindheit wollte Lukas Kraxner Polizist werden. Heute verfolgt der Kriminalbeamte Täter, die online ihre Spuren hinterlassen haben.
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  • Seit seiner Kindheit wollte Lukas Kraxner Polizist werden. Heute verfolgt der Kriminalbeamte Täter, die online ihre Spuren hinterlassen haben.
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Im Kampf gegen Wirtschaftskriminalität, illegales Glücksspiel und Kinderpornographie sind die IT-Forensiker des Cyber Crime Competence Center des Bundeskriminalamtes unerlässlich. Einer von ihnen ist der 28-jährige Kriminalbeamte Lukas Kraxner aus Maria Rojach.

WIEN. Immer, wenn Personen verdächtigt werden, ihre kriminellen Machenschaften auf digitalem Wege zu betreiben, ist das IT-Forensik-Team des Cyber Crime Competence Center (C4) zur Stelle, um bei der Beweissicherung zu helfen. Ihr Job ist das Auswerten von elektronischen Datenträgern zum Zwecke der Beweisfindung. Seit rund einem Jahr wird diese Mannschaft vom 28-jährigen Maria Rojacher Lukas Kraxner verstärkt. Sein Team wird regelmäßig zu Hausdurchsuchungen gerufen, bei rund 20 war Kraxner allein heuer schon dabei: „Wir werden entweder von einem der neun Landeskriminalämter oder von Ermittlern des Bundeskriminalamts alarmiert. Je nachdem, um welche Delikte es geht, sind dann auch Einsatzgruppen wie Cobra oder Wega mit dabei. Direkt, nachdem diese das betreffende Gebäude gestürmt und gesichert haben, kommen wir IT-Forensiker an die Reihe“, erklärt Kraxner. „Wir sichern alle Datenträger, die wir finden, zum Beispiel Festplatten, USB-Sticks, Handys, Router oder ganze Netzwerksysteme.“

Know-How und Technik

Für ihre Arbeit steht den Experten ein ganzes Arsenal an technischen Möglichkeiten und Gerätschaften zur Verfügung. Ständige Fortbildung ist Teil des Jobs, permanent versuchen die Cybercrime-Spezialisten, den Kriminellen einen Schritt voraus zu sein. Mit Erfolg: „Die Auswertungen der digitalen Spuren und Beweise, welche wir gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft den Gerichten zuführen, haben oft eine Verurteilung der Täter zur Folge“, berichtet Kraxner. Auch wenn Verdächtige versuchen, die belastenden Daten zu löschen, kennt man beim C4 Mittel und Wege, diese doch wieder ans Licht zu bringen, beispielsweise weil Daten auf Servern verbleiben, auch wenn man versucht, sie auf den eigenen Endgeräten zu löschen.

Lukas Kraxner und sein Kollege Marvin Rauch bei der Datenauswertung nach einer Hausdurchsuchung
  • Lukas Kraxner und sein Kollege Marvin Rauch bei der Datenauswertung nach einer Hausdurchsuchung
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Täter haben wenig Hemmungen

Die Tätigkeit der IT-Forensiker ist nicht nur ausgesprochen anspruchsvoll, sondern auch nicht ganz ungefährlich. Kraxner: „Gerade im Bereich der organisierten Kriminalität haben die Akteure viel zu verlieren und wenig Hemmungen.“ Die Deliktsbereiche, mit denen es Kraxner und seine Kollegen zu tun haben, sind dabei genauso vielfältig wie das Strafgesetzbuch selbst. „Vom Mord bis zu Wirtschaftsdelikten ist alles dabei“, so Kraxner.

Sexualdelikte

Es gibt aber auch Fälle, die an den IT-Ermittlern nicht spurlos vorübergehen, allen voran Sexualdelikte, darunter Kinderpornographie. „Solche Inhalte sehen zu müssen, ist natürlich katastrophal und verstörend. Doch gerade, wenn wir mit dieser Art von Verbrechen konfrontiert sind, spornt uns das nur noch mehr an, bei der Aufklärung unser Bestes zu geben und dazu beizutragen, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Es gibt allerdings auch Kollegen, die solche Fälle nicht bearbeiten wollen, das basiert bei uns auf freiwilliger Basis.“

Bei seinem vorherigen Job beim Flughafen Wien kümmerte sich Lukas Kraxner um Promis aus dem Politik- und Entertainment-Sektor, im Bild mit dem ehemaligen Bundespräsidenten Heinz Fischer
  • Bei seinem vorherigen Job beim Flughafen Wien kümmerte sich Lukas Kraxner um Promis aus dem Politik- und Entertainment-Sektor, im Bild mit dem ehemaligen Bundespräsidenten Heinz Fischer
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Vom Flughafen zur Polizei

Für Kraxner war seit frühester Kindheit klar, dass er einmal als Polizist arbeiten will. Sein großes Vorbild ist sein Vater, Bernhard Kraxner, ebenfalls Kriminalpolizist aus Leidenschaft und mittlerweile kurz vor dem Ruhestand. Bevor Lukas seine Polizeiausbildung startete, arbeitete er zwei Jahre lang als VIP-Agent am Flughafen Wien, wo er Größen der Weltpolitik, Rockstars und prominente Schauspieler betreute und für deren reibungslose Ankunft bzw. Abflug sorgte. Unter seinen „Gästen“ befanden sich Politiker, Bands wie AC/DC und Iron Maiden sowie Promis wie Lionel Richie, Tom Cruise und Pamela Anderson. „Gerade Pamela ist mir gut in Erinnerung geblieben, weil sie wirklich eine total bodenständige Art hat.“ Zu Lukas‘ optischen Kennzeichen gehört ein ausgeprägter Vollbart, der ihm einen außergewöhnlichen Nebenjob eingebracht hat: als Nikolaus ist er im Kindergarten Eitweg und bei diversen Bekannten beliebt.

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