Lavanttal
"Wir sagen euch an den lieben Advent ..."

Die Brüder Maxi (links) und Alex freuen sich auch schon sehr auf den Besuch des Christkinds und halten ihre Weihnachtsmütze schon jetzt – rechtzeitig vor dem Heiligen Abend – parat.
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  • Die Brüder Maxi (links) und Alex freuen sich auch schon sehr auf den Besuch des Christkinds und halten ihre Weihnachtsmütze schon jetzt – rechtzeitig vor dem Heiligen Abend – parat.
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Ein ruhiger Advent mit viel Zeit für alte Brauchtümer und Traditionen steht in den Startlöchern.

ST. MICHAEL. Am Sonntag steht der erste Adventsonntag bevor: Insbesondere in der Vorweihnachtszeit werden Brauchtum und Kultur in verschiedensten Formen gelebt. Einige Traditionen leiden unter der Corona-Krise, doch andere können auch in den eigenen vier Wänden ausgelebt werden. Die WOCHE Lavanttal sprach mit Marlies Ruthardt von der Decrignis Brauchtumsgruppe St. Michael über die Bräuche in der weihnachtlichen Zeit.

Viele Brauchtümer

Mistelzweige, unter denen sich Verliebte küssen und die Barbarazweige, die bis zum Heiligen Abend aufblühen, der Besuch von Nikolaus und Krampus, das traditionelle "Rachngehen" zu den Raunächten und vieles mehr machen den Advent im Lavanttal aus. "Mittlerweile zählen auch die manchmal umstrittenen Perchten zum Brauchtum, sie vertreiben für uns die dunklen Wintergeister und haben sich vom Westen her in Österreich etabliert", betont Marlies Ruthardt, Obfrau der Decrignis Brauchtumsgruppe in St. Michael.
Bis heute wird an den vier Raunächten für die Gesundheit von Mensch und Tier geräuchert, das Räucherwerk besteht aus gesegneten Palmbuschen oder/und gesegneten Kräutersträußchen. Am Thomastag, 21. Dezember, beginnt die Serie des Räucherns und setzt sich am Heiligen Abend, zu Silvester und am Vorabend des Heiligen-Drei-König-Tages fort.

"Wir binden den Adventkranz für die Kirche und schmücken die Christbäume." Marlies Ruthardt

Advent in St. Michael

Auf den traditionellen "Advent in St. Michael", der Adventmarkt im Pfarrhof am ersten Adventsonntag, müssen die 25 Mitglieder der Brauchtumsgruppe heuer verzichten. "Wir werden wie all die Jahre den Adventkranz für die Kirche binden und vor dem Heiligen Abend die Christbäume in der Kirche mit Strohsternen dekorieren", fasst Ruthardt die heurigen Tätigkeiten zusammen.

Der Adventkranz

Der Adventkranz wurde 1839 von dem evangelisch-lutherischen Theologen Johann Hinrich Wichern im evangelischen Norddeutschland eingeführt, womit er Straßenkindern die Zeit bis Weihnachten verkürzen wollte. "Er nahm ein Wagenrad und befestigte darauf so viele Kerzen, wie es Tage vom ersten Advent bis zum Heiligen Abend waren", erzählt Ruthardt. 20 Jahre später wurde als Schmuck Tannengrün verwendet, was sich bis heute hält und allmählich fand der Kranz auch in der katholischen Kirche und den Privathaushalten auf der ganzen Welt Einzug. Das Grün der Tanne symbolisiert Leben und Hoffnung.

In den letzten Jahren veranstaltete die Decrignis Brauchtumsgruppe den traditionellen Adventmarkt im Heimatort.
  • In den letzten Jahren veranstaltete die Decrignis Brauchtumsgruppe den traditionellen Adventmarkt im Heimatort.
  • Foto: Decrignis Brauchtumsgruppe
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Wichtel basteln

Natürlich darf auch der Adventkalender mit den 24 Türchen bis zum Heiligen Abend nicht fehlen.
Als Dekoration erfreuen sich selbstgemachte Wichtel immer größerer Beliebtheit. Auch der Brauch des Wichtelns reißt nicht ab, wie die Obfrau erzählt: "Diese Tradition kommt aus Schweden, wo die Wichtel heimliche kleine Geschenke an Menschen verteilt haben."

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Zur Sache

Die Decrignis Brauchtumsgruppe in St. Michael zählt 25 aktive Mitglieder und ist somit eine der größten Gruppierungen der "Trachtenfrauen" im Tal. In den letzten Jahren konnten auch einige jüngere Damen gewonnen werden, dennoch fehlt es an Nachwuchs. Obwohl sich die Tätigkeiten nicht nur auf Handarbeit und Basteln beschränken, sondern – was viele nicht wissen – auch die Geselligkeit mit Ausflügen oder Wanderungen im Fokus steht.

Die Brüder Maxi (links) und Alex freuen sich auch schon sehr auf den Besuch des Christkinds und halten ihre Weihnachtsmütze schon jetzt – rechtzeitig vor dem Heiligen Abend – parat.
In den letzten Jahren veranstaltete die Decrignis Brauchtumsgruppe den traditionellen Adventmarkt im Heimatort.

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