Bürgermeisterwahl
Diese Fünf für Wolfsberg

Wie die Innenstadt belebt werden soll und wie es mit den Restaurierungsplänen weitergehen soll, ist ein heißes Thema im Wolfsberger Wahlkampf.
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  • Wie die Innenstadt belebt werden soll und wie es mit den Restaurierungsplänen weitergehen soll, ist ein heißes Thema im Wolfsberger Wahlkampf.
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  • hochgeladen von Daniel Polsinger

Der Wahlkampf um den Bürgermeistersessel geht in die finale Phase. Wir holen die Wolfsberger Kandidaten noch einmal vor den Vorhang.

WOLFSBERG. Seit einem halben Jahr genießt nun der neue Spitzenkandidat der SPÖ Wolfsberg, Hannes Primus, den Vorteil, das Bürgermeisteramt auszuüben: „Ich bin davon überzeugt, dieses Amt auch weiterhin voller Engagement, sachlich und bürgernah ausfüllen zu können“, gibt sich Primus selbstbewusst. „Mit Teamarbeit und gemeinsam mit den Bürgern möchte ich ein gutes Programm für Wolfsberg in die Tat umsetzen.“

Digitalisierung

An der Spitze seiner Vorhaben steht wenig überraschend die weitere Attraktivierung der Innenstadt, die sein Vorgänger Schlagholz mit dem Umbau des Hohen Platzes startete. Aber auch Primus‘ berufliche Erfahrung als IT-Koordinator am LKH Wolfsberg spiegelt sich in seinem Wahlprogramm wider. Mithilfe von Digitalisierungsmaßnahmen strebt er eine Vereinfachung von Amtswegen, eine Erhöhung der Servicequalität in Bezug auf Müllentsorgung und Parkplätze sowie eine Aufwertung des ländlichen Raumes an.

Lebensadern

Wie auch Primus trat auch Josef Steinkellner, Spitzenkandidat der ÖVP, 2009 in den Gemeinderat ein. Seit 2012 ist er als Stadtrat tätig und aktuell für die Referate Straßen, Wasserbau sowie Land- und Forstwirtschaft zuständig. Die Sanierung und Instandhaltung der Gemeindestraßen, die Verbesserung des Wegenetzes und auch der Ausbau des Geh- und Radwegenetzes liegen ihm weiterhin am Herzen: „Straßen sind die Lebensadern des ländlichen Raumes“, so Steinkellner.

Wirtschaft stärken

Für die Landwirte möchte er eine flächendeckende Bewirtschaftung von Grund und Boden sicherstellen. Wolfsberg möchte der gelernte Bankkaufmann als Wirtschaftsstandort nach vorne bringen: „Ich will optimale Rahmenbedingungen für alle Unternehmen schaffen, ein attraktives Ausbildungsprogramm in Kooperation mit der heimischen Wirtschaft unterstützen und Forderungen der Wirtschaft umsetzen, auch in Hinblick auf den interkommunalen Gewerbepark in St. Paul."

Wohlfühlzentren

Auf klassische grüne Themen setzt die Spitzenkandidatin der Umweltpartei, Susanne Dohr. In der Innenstadt und in Ortskernen strebt sie die Schaffung von „Wohlfühlzentren“ an, die sich beispielsweise durch begrünte Flächen, Platz für Kinder und Jugendliche und gratis W-LAN auszeichnen.

Regionalität und Klima

In wirtschaftlicher Hinsicht möchte Dohr vor allem auf Regionalität setzen. „Dazu zählt, regionales Einkaufen zu fördern, lokale Anbieter zu vernetzen, mehr Arbeitsplätze für Frauen zu schaffen, für flexible Kinderbetreuung zu sorgen und Start-ups zu fördern“, sagt Dohr, die seit 2015 als Gemeinderätin aktiv ist. Auch der Klimaschutz auf Gemeindeebene spielt in ihrem Wahlprogramm eine tragende Rolle. „Für mich steht gemeinsames Planen und Handeln im Vordergrund. Ich bin für Transparenz statt Hinterzimmerpolitik. Hinter mir steht kein großer Parteiapparat, sondern ein unabhängiges motiviertes Team."

Auf Herz und Nieren prüfen

Eine Neueinsteigerin auf dem Bereich der Gemeindepolitik ist Isabella Theuermann, die für die FPÖ antritt. Ihr Hauptanliegen: erstarrte Strukturen in Wolfsberg aufbrechen. „Das fällt jemandem, der von außen kommt, leichter als jemandem, der Teil dieses Systems ist“, so Theuermann. Im Falle einer Wahl zur Bürgermeisterin spricht sie sich für einen „Kassasturz“ in der Gemeinde aus: „Sollte ich Bürgermeisterin werden, wird die Gemeinde auf Herz und Nieren geprüft, denn ich muss wissen, mit welchem Paket ich starte.“

Keine Freunderlwirtschaft

Theuermanns Versprechen: Nur Projekte umsetzen, die gut geplant und gut verhandelt sind. „Freunderlwirtschaft interessiert mich nicht. Es gewinnt der, der die beste Qualität zum besten Preis liefert“, sagt die Unternehmerin. „Ich weiche keiner Herausforderung aus und greife ein, wenn ich merke, dass etwas nicht in die richtige Richtung geht.“

Krisenerprobt

Ein völliger Polit-Neuling ist Thomas Auer, der heuer erstmals als Spitzenkandidat seines „Team Wolfsberg“ antritt. Seine berufliche Tätigkeit als Taxiunternehmer sieht er als Vorteil: „Ich weiß, was die Wolfsberger Bevölkerung an der Politik der absoluten Mehrheit stört. Für die Stadt bin ich der geeignete Bürgermeisterkandidat, weil ich krisenerprobt bin und weiß, welche Maßnahmen es braucht, um aus einer Krise wirtschaftlich gestärkt heraus zu kommen.“

Übungszentrum

Für Wolfsberg hält Auer neben der Förderung der Unternehmen und der Belebung der Innenstadt eine flexible Kinderbetreuung bis 20 Uhr für essentiell. Sein Herzensprojekt ist die Schaffung eines Feuerwehr-Übungszentrums, das auch von anderen Blaulichtorganisationen genutzt werden kann.

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