Skigebiet Koralpe
Vertragsauflösung sorgt erneut für dicke Luft

Als worst case könnte zwischenzeitliche Stillstand der Lifte am Wolfsberger Hausberg drohen. Nun naht das "Gipfeltreffen".
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  • Als worst case könnte zwischenzeitliche Stillstand der Lifte am Wolfsberger Hausberg drohen. Nun naht das "Gipfeltreffen".
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  • hochgeladen von Simone Koller

In den nächsten Wochen steht das geplante „Gipfeltreffen“ der an der Causa Koralpe beteiligten Akteure an.

WOLFSBERG. Am 24. Juni schockierte die Meldung zum „Aus“ des Skigebietes Koralpe von der Betreiberfirma SW Koralpe um Inhaber Dietmar Riegler das gesamte Tal. Grund dafür war, dass zwischen dem Grundeigentümer, der IF Forst- und Gutsverwaltung GmbH (Alleingesellschafterin Ingrid Flick), und dem Betreiber keine Einigung für das weitere Kauf- beziehungsweise Pachtverhältnis gefunden werden konnte. Auch die Stadtgemeinde Wolfsberg reagierte einen Tag danach und lud unter dem Motto „Zukunft Koralpe“ zum runden Tisch.

Kündigung könnte dauern

Seitens des Grundeigentümer wurde zeitgleich ebenso klargestellt, dass man das Skigebiet am Wolfsberger Hausberg erhalten möchte: „Wenn es nach Frau Flick geht, soll der Betrieb auf der Koralpe natürlich weitergehen“, stellte Pressesprecher Wolfgang Rosam schon am 25. Juni klar. Doch in den letzten Wochen hat sich einiges getan. Den Medien war zu entnehmen, dass das Kündigungsschreiben des Betreibers bereits an den Grundstückseigentümer versendet worden sei. Doch seitens der IF Forst- und Gutsverwaltung heißt es: „Natürlich muss Riegler aus dem Vertrag raus, doch eine Kündigung ist nur einvernehmlich möglich und das könnte dauern.“ Laut IF Forst- und Gutsverwaltung soll die Pächtersuche erst starten, wenn der bestehende Vertrag aufgelöst ist. Riegler müsse einen Pächter finden, damit das vorzeitig gehen würde. Ohne einvernehmliche Kündigung würde der Pachtvertrag bis Ende März 2023 laufen.

Keine Details zu Vertrag

Herbert Juri, Anwalt von Dietmar Riegler, kann zur Vertragsauflösung keine klare Stellung beziehen: „Ich ersuche um Verständnis, dass die rechtlichen Details einer vorzeitigen Auflösung des Pachtvertrages, welcher jedenfalls mit 31. März 2023 enden würde, nicht dargestellt werden können.“ Sämtliche Anlagen, die Parkplätze, das Heizhaus, die Skischule und vieles mehr sind zudem im Besitz von Riegler, Teilfächen der Pisten gehören der Stiftung. „Mein Mandant hat auch mehrfach betont, dass er einem neuen Betreiber möglichst entgegenkommen wird“, fügt Juri hinzu. Der neue Betreiber müsste somit Pachtverträge mit dem Grundeigentümer sowie auch Dietmar Riegler unterzeichnen.

Stillstand wäre worst case

Im schlimmsten Fall – wenn die vorzeitige Vertragsauflösung und die Suche nach einem neuen Pächter nicht gelänge – würde das Skigebiet ohne Betreiber dastehen. Rosam: „Das wäre der schlimmste Fall, der eintreten könnte.“ Um den Tourismus auf der Koralpe zu erhalten, appelliert Rosam an die Politik und ihre Interventionsrolle. „Nachdem – wie unsererseits den Medien entnommen – durch die Grundstückseigentümerin klargestellt wurde, dass der Skibetrieb jedenfalls weitergehen soll und die Suche nach einem Nachpächter kein Problem darstellen wird, sollte es ausgehend davon zu keinem Stillstand des Skigebietes kommen“, so Rieglers Anwalt. Juri weiter: „Ich kann versichern, dass der Forttrieb durch einen neuen Betreiber nicht an Herrn Riegler scheitern wird.“

Rückzug wegen Sanierungen

Währenddessen mutmaßt Rosam auch über den Rückzug des Betreibers: „Bei den Anlagen herrscht großer Sanierungsbedarf, das könnte für diesen Schritt auch ausschlaggebend gewesen sein.“ Er zeigt sich nach wie vor enttäuscht von Riegler, dass er sich mit diesem Kündigungsschreiben nun aus der Sache ziehen möchte. „Es ist kein Ansatz, einfach die Sintflut hinter sich zulassen“, untermauert Rosam.

Rückkehr aus dem Urlaub

Nachdem ständigen Hin und Her der beiden Parteien steht nun das „Gipfeltreffen“ an, wo Liftbetreiber, Grundbesitzer, Land und Gemeinde anwesend sein können. „Die zwei Hauptakteure werden vertreten sein, sie haben zugesagt“, so Wolfsbergs Bürgermeister Hannes Primus. Er führt fort: „Anfang oder Mitte August wurde als gewünschter Zeitpunkt angegeben, jetzt hängt es nur mehr davon ab, wann alle Beteiligten aus dem Urlaub zurück sind.“

Als worst case könnte zwischenzeitliche Stillstand der Lifte am Wolfsberger Hausberg drohen. Nun naht das "Gipfeltreffen".
Dietmar Riegler hört mit dem Liftbetrieb endgültig auf.
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