Alle Stimmen gezählt
Wolfsberg bleibt rote Hochburg

So sieht ein Sieger aus: Hannes Primus (SPÖ) wird der Stadtgemeinde Wolfsberg die nächsten sechs Jahre vorstehen.
2Bilder
  • So sieht ein Sieger aus: Hannes Primus (SPÖ) wird der Stadtgemeinde Wolfsberg die nächsten sechs Jahre vorstehen.
  • Foto: RMK
  • hochgeladen von Daniel Polsinger

SPÖ verteidigt ihre Spitzenposition in Wolfsberg. Leichte Zugewinne bei ÖVP. FPÖ und Grüne enttäuscht.

Dass der SPÖ-Spitzenkandidat Hannes Primus das an ihn durch Hans-Peter Schlagholz weitergegebene Bürgermeiseramt nun auch ganz offiziell per Wählerentscheid ausüben würde, kam wohl für die meisten Wolfsberger nicht überraschend. Der hohe Anteil der Stimmen, die auf Primus entfielen, sorgte dann aber doch für Aufsehen. Mit 65,53 Prozent der Stimmen konnte er das Schlagholz-Ergebnis von 2015 (69,47 Prozent) zwar nicht erreichen, dennoch hätten sich wohl viele ein ausgeglicheneres Ergebnis gewünscht.

Absolute ausgebaut

Im Gemeinderat gelang es der SPÖ sogar, ihre absolute Mehrheit auszubauen und das 2015er Ergebnis von 54,03 auf 58,51 Prozent zu steigern. Bei der Verkündung des Ergebnisses am Wahlabend im Wolfsberger Rathaus strahlte Primus: „Das Wahlergebnis hat gezeigt, dass unser bisheriger Weg der richtige war. Jetzt gilt es, Thematiken und Projekte voranzutreiben. Sie werden sehen, es wird sich einiges tun in Wolfsberg, darunter Wohnungen für die ältere Generation und Fortschritte bei der Kinderbetreuung. Es ist eine Vielzahl von Projekten geplant.“

Zugewinne für ÖVP

Josef Steinkellner, Spitzenkandidat der ÖVP, erhielt bei der Bürgermeisterwahl 15,08 Prozent der Stimmen und konnte sein Ergebnis von 2015 damit um 5,59 Prozent verbessern. Auch im Gemeinderat gab es ein Plus von 13,75 auf 18,44 Prozent, womit das erklärte Wahlziel – ein Zugewinn – erreicht wäre. „Wir werden weiterhin versuchen, unser Zukunftsprogram im Gemeinderat einfließen lassen und freuen uns schon auf die zukünftige Zusammenarbeit. Denn Stadtgemeinde sind wir schließlich alle.“

FPÖ mit leichten Verlusten

Enttäuscht zeigte sich Isabella Theuermann, die für die FPÖ in den Ring gestiegen war. In der Bürgermeisterwahl entschieden sich 12,87 Prozent der Wähler für die blaue Kandidatin, im Gemeinderat musste die Fraktion leichte Verluste von 15,12 auf 14,35 Prozent hinnehmen. „Ich hätte mir persönlich erwartet, dass die Wähler unsere Aufdeckungsarbeit anerkennen. Wir werden uns aber nicht scheuen, das weiterhin zu betreiben und eine sehr gute Oppositionsarbeit machen, die einer FPÖ auch würdig ist. Wir werden eine mutige Partei sein und verstärkt Themen aufzeigen und aufdecken, die im Laufe des Wahlkampfs aufgepoppt sind, zum Beispiel in Sachen Gemeindefinanzen und Stadtwerke.“

Grüne halten Position

Mehr erwartet, das hätten sich auch die Grünen. Ihre Spitzenkandidatin Susanne Dohr erhielt bei der Bürgermeisterwahl 4,68 Prozent der Stimmen. Im Gemeinderat konnte die Fraktion nur leichte Zugewinne von 6,15 auf 6,71 Prozent verzeichnen. „Auch wenn ich mir mehr erwartet hätte, werden wir weiterhin für unsere Ziele kämpfen, allen voran die Themen Klimaschutz und Transparenz“, so Dohr.

Auer unter zwei Prozent

Quereinsteiger Thomas Auer kam in der Endauszählung auf 1,83 Prozent der Stimmen, in den Gemeinderat wird sein Team „Wir für euch“ mit 1,99 Prozent der Stimmen nicht einziehen. Auer selbst nimmt das Ergebnis gelassen: „Dafür, dass wir alles Quereinsteiger sind und so gut wie kein Budget haben, finde ich das Ergebnis gar nicht so schlecht. Ich werde das politische Geschehen weiterverfolgen und mir überlegen, ob ich es in sechs Jahren nochmal versuche.“

So sieht ein Sieger aus: Hannes Primus (SPÖ) wird der Stadtgemeinde Wolfsberg die nächsten sechs Jahre vorstehen.
Die Wolfsberger Spitzenkandidaten vor der Verkündung des vorläufigen Urteils. Von links: Hannes Primus, Josef Steinkellner, Susanne Dohr, Isabella Theuermann, Thomas Auer (von links).

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Aktuell

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!




Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen