Lavanttal
Regionale Betriebe in Zeiten der Covid-Krise

Goldschmiedemeisterin Sonja Pietschnig-Dohr (links) hat im Herbst die Nachfolge von Franz Kienzl angetreten, Felix Martin Rabensteiner eröffnete heuer seinen Hundesalon.
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  • Goldschmiedemeisterin Sonja Pietschnig-Dohr (links) hat im Herbst die Nachfolge von Franz Kienzl angetreten, Felix Martin Rabensteiner eröffnete heuer seinen Hundesalon.
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Wirtschaftsjahr 2020: Hilfsgelder verhindern Pleitewelle und Jungunternehmer trotzen der Krise.

LAVANTTAL (tef). Mitten im zweiten Lockdown überraschten die Statistiker die breite Öffentlichkeit mit unerwarteten Zahlen. Entgegen allen Erwartungen stiegen die Konkurse nicht an, sondern gingen sogar leicht zurück.

Nicht zu früh freuen

Diesen Trend bestätigt auch der Bezirksstellenobmann der Wolfsberger Wirtschaftskammer (WK) Gerhard Oswald. Er warnt aber, "dass man sich von dieser Momentaufnahme nicht täuschen lassen soll und erst die Entwicklungen in den nächsten Monaten abwarten muss". Am heftigsten betroffen von der Pandemie sind laut der Lavanttaler Standesvertretung die Gastronomie, der Tourismus, körpernahe Dienstleister, Branchen im stationären Handel und der Veranstaltungsbereich inklusive Zulieferer.
Vergleichsweise stabil ist die Auftragslage dagegen beim Gewerbe und Handwerk. Diese Analyse deckt sich mit den österreichweiten Erfahrungen. Dass viele Unternehmen trotz der Pandemie-bedingten Einschränkungen die Krise bisher relativ glimpflich überstanden haben, wäre ohne die staatlichen Unterstützungen kaum zu erklären.

"Vergleichsweise stabil ist die Auftragslage beim Gewerbe und Handwerk." Gerhard Oswald

Einsatz und Risiko

Für die Dynamik der Lavanttaler Wirtschaft spricht auch, dass selbst in diesem schwierigen Umfeld Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt haben. "Bei der Zahl an Neugründungen im Jahr 2020 lag man im ersten Halbjahr zuerst hinten. Die Gründerdynamik hat danach aber gut angezogen, weshalb wir nur gering unter den Werten aus 2019 liegen werden. Viele Jungunternehmer haben ihr Geschäftsmodell angepasst und heuer erfolgreich gestartet", bestätigt auch Oswald. 

Durchaus zufrieden

Felix Martin Rabensteiner von "Dog Couture" in der Wolfsberger Burgergasse musste sogar die Eröffnung seines Salons wegen des ersten Lockdowns um ein paar Wochen verschieben. "Ich habe schon weniger Laufkundschaft. Anfänglich war es deshalb auch schwierig. Die Lage des Geschäftes mitten in der Innenstadt hat sich aber bewährt", ist Rabensteiner mit der Entwicklung in den letzten Monaten trotzdem zufrieden.

Neuer Hundesalon in Innenstadt

Appell an Vernunft

Nicht ganz so positiv sieht das Goldschmiedemeisterin Sonja Pietschnig-Dohr, die erst im September die Nachfolge von Franz Kienzl übernommen hat. "Für ein wirklich gutes Ergebnis fehlen durch den Lockdown ganz einfach die Öffnungstage", appelliert sie an die Menschen, "sich an die Vorgaben zu halten, um möglichst bald wieder ,normal‘ leben zu können".

Führungswechsel bei Goldschmied Kienzl

Noch etwas durchhalten

Aller Voraussicht nach wird das aber noch einige Zeit dauern. Eine Prognose, die auch die Wolfsberger WK teilt. "Das erste Quartal 2021 wird eine Herausforderung, auf die sich die Unternehmen und Mitarbeiter einstellen müssen", bereitet Bezirksstellenobmann Oswald die Betroffenen auf noch einige harte Monate vor.

WK-Bezirksstellenobmann Gerhard Oswald
  • WK-Bezirksstellenobmann Gerhard Oswald
  • Foto: WKK/Watl
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Goldschmiedemeisterin Sonja Pietschnig-Dohr (links) hat im Herbst die Nachfolge von Franz Kienzl angetreten, Felix Martin Rabensteiner eröffnete heuer seinen Hundesalon.
WK-Bezirksstellenobmann Gerhard Oswald

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