"Energie. Dialog. Leibnitz.": Richtig heizen für die Zukunft!

Beim jüngsten "Energie.Dialog.Leibnitz" der Stadtgemeinde Leibnitz mit Bgm. Helmut Leitenberger (5.v.r.) informierten unter der Moderationsleitung von Unternehmensberater Wolfgang Horn (5.v.l.) Experten über das richtige Heizen.
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  • Beim jüngsten "Energie.Dialog.Leibnitz" der Stadtgemeinde Leibnitz mit Bgm. Helmut Leitenberger (5.v.r.) informierten unter der Moderationsleitung von Unternehmensberater Wolfgang Horn (5.v.l.) Experten über das richtige Heizen.
  • hochgeladen von Heribert G. Kindermann, MA

Die Stadtgemeinde Leibnitz bietet seit Herbst 2017 ihren Bürgern eine neue Dialog-Reihe mit Infos, News und Beratung rund um Energie und Klimaschutz, insbesondere zu den Bereichen, Strom, Mobilität, Wärme und Green Lifestyle, an. Veranstalter der Reihe "Energie.Dialog.Leibnitz" sind die Stadtgemeinde Leibnitz, das Büro für Stadtentwicklung und Horn-Consult (CodaLoop-Projekt).

Raumwärme in Haus und Wohnung

Im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung im Saal der Steiermärkischen Sparkasse stand diesmal die Raumwärme in Haus und Wohnung und die Technik dahinter. Angesprochen waren damit Privatkunden ebenso wie Vertreter gewerblicher Betriebe. Wer sich aus erster Hand informieren wollte, wie man richtig Energie sparen, sanieren oder neu bauen kann, der war im Sparkassensaal in Leibnitz richtig. Wie man wichtige Themen wie Förderungen, Kostensenkungen, Energie selbst erzeugen und auch noch das Klima schützen unter einen Hut bringen soll, ist jedenfalls aufgrund der Komplexität des Themas "Richtig heizen für die Zukunft" nur gemeinsam mit Experten möglich. Die namhaften Experten informierten daher nicht nur, sondern traten mit dem interessierten Publikum auch gleich in einen Energie-Dialog und beantworteten individuelle Fragen aus den Besucherreihen.

Einführung ins Thema

Durch das Programm führte als Moderator Unternehmensberater Wolfgang Horn (DoDaLoop-Projekt, der in das Thema einführte und die Referenten vorstellte."Bis zu 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs macht die Wärme aus. Damit angesprochen wird auch der Klimaschutz", so Horn eingangs der Übersichtsveranstaltung im großen Themenspektrum Energie. Leibnitz brauche als Vorzeigestadt bis 2030 eine neue Infrastruktur, so Horn. "Bei der Umsetzung der angestrebten Ziele spielen die Bürger eine immer größere Rolle. Wenn man sich im Winter keinen Pullover anzieht, wird einem kalt, und man muss heizen. Wenn man im Sommer das Sakko nicht auszieht, wird es einem warm und man muss kühlen", brachte es Horn auf den Punkt. "Von der Feinstaubstadt zum Umwelt- und Energiepionier" laute der Slogan

Energie-Vorzeigestadt Leibnitz

Bgm. Helmut Leitenberger begrüßte zum "Energie.Dialog.Leibnitz". Er erinnerte daran, dass Leibnitz bis 2030 Energie-Vorzeigestadt und Schritt-für-Schritt in Sachen Energie unabhängiger werden will. "Wir brauchen Bürger, die mitmachen, damit es gelingt, den CO2 Ausstoss in die Luft zu verringern", appellierte Bgm. Leitenberger an das Publikum.
"Wir als seit fast 200 Jahren bestehende Sparkasse und Bank sehen uns in der Verantwortung, zu sparen und ihr nachhaltiger verlässlicher Partner über viele Jahre zu sein", betonte Hausherr und Regionalleiter Wolfgang Schrei von der Steiermärkischen Sparkasse Leibnitz zu Begrüßung. 

Feuerungsanlagen

Mit der Entwicklung von Feuerungsanlagen in den rund 280.000 steirischen Ein- und Zweifamilienhäusern und nur 11.000 Gebäuden, die nach dem Jahr 2011 gebaut worden sind, befasste sich Landesinnungsmeister Christian Plesar. "Im Bestand steckt viel Energiesparpotenzial. Ein gutes Heizsystem ist effektiv und wenn es richtig läuft und eingestellt ist, dann ist es effizient", bemerkte der Rauchfangkehrermeister.

"Grünes Gas"

"Es ist leistbar, schafft eine Kreislaufwirtschaft und regionale Wertschöpfung, ist nachhaltig und sicher", nannte Gerhard Turneretscher die Vorzüge von "grünem Gas". Die Energienetze Steiermark habe, so Turneretscher, die Option, das Gas von 36 steirischen Biogasanlagen ins Netz einzuspeisen. Bereits im Netz ist das aus Klärschlamm gewonnene Biogas aus der Anlage des Wasserverbandes Leibnitzerfeld-Süd in Straß.

Vorzüge der Nahwärme

Jakob Edler von der bionergie Leibnitzerfeld nutzt die bisher ungenutzte Abwärme der Steirischen Tierkörperverwertung in Gabersdorf für die Fernwärmeversorgung von Wagna, Gabersdorf und Leibnitz. "So schließt sich der Kreis. Unser Ziel ist es, eine regionale, nachhaltige Energieversorgung dank Biomasse und Abwärme aufzubauen!", äußerte sich Markus Haselbacher von der Nahwärme Tillmitsch über die Kooperation mit der bionergie.
"Die Firma Haselbacher verlegt mit jedem Fernwärmeanschluss eine Glasfaserleitung, die wir mit digitalen Produkten bespielen", ergänzte UPC-Steiermarkleiter Hubert Fürnholzer. 

Ab in den Förderungsdschungel

"Förderungen sollen einen Anreiz schaffen, etwas zu tun, damit eine Emmissions- und Feinstaubreduktion erzielt wird. Im Förderdschungel ist Verlierer, wer nicht weiß, wo es lang geht und Gewinner, wer sich rechtzeitig bei Spezialisten und vor allem bei den Energieberatern des Netzwerks Energieberater Steiermark informiert", sagte Horst Köberl von der Energieberatung Steiermark.
"Wichtig sind Planung, Kostenzusammenstellung und Finanzierung. Das Geld liegt beim Land, aber viele nehmen es nicht in Anspruch, weil alles kompliziert ist", so Bau- und Wohnberater Leopold Steinwender von der Steiermärkische Sparkasse Leibnitz. Wer die Eigenmittel nicht habe, biete die Bank eine Zwischenfinanzierung über ein Baukonto.

Dialog geht weiter

Bei einem guten Glas Assigal-Wein konnten mit den Vortragenden weitere Details erörtert werden. Infos unter: www.leibnitz.at/projekte/energie

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