Eine Tierärztin meldet sich zu Wort
Beisser und Reisser? – Ein vernünftiges Miteinander muss möglich sein!

Mag.med.vet. Magdalena Petz, PFI DR VET – Die Tierärzte OG in Lebring
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Die letzte Zeit hat uns traurige Schlagzeilen über schlimme Beißvorfälle beschert. Die daraus resultierenden Diskussionen haben zu diesem Beitrag geführt.
Passieren diese tragischen Begegnungen zwischen Hunden und Menschen tatsächlich öfter oder werden sie von den Medien öfter aufgegriffen?
Immer mehr Menschen leben auf immer engerem Raum. Kommunikation und Lebensweise entwickelt sich von direktem Kontakt mit Mitmenschen und Tieren zu Kontakt via elektronischer Kommunikation.
Das ist ein Zeichen der Zeit und nicht unbedingt schlecht. Als logische Folge wird ein vernünftiges Miteinander und eine gesunde Einstellung zu Mitmensch und Natur etwas verlernt. Man darf sich nicht wundern, wenn das Verständnis und Gefühl für Natur, Nutztierhaltung und eine Selbstverständlichkeit im Umgang mit Haustieren nicht vorhanden ist, wenn man nicht damit aufgewachsen ist und nie direkt mit diesen Dingen konfrontiert wurde. Man kann nur dann etwas verstehen und beurteilen bzw. sinnvoll damit umgehen, wenn man es auch kennt.
Das trifft auch auf den Umgang mit Hunden zu.
Hundehalter und zukünftige Hundehalter sind in der Pflicht wenn es um das Verstehen dieses Lebewesens geht. Sie müssen sich unbedingt Gedanken machen, welche Rasse, welcher Charakter und welche Bedürfnisse der Vierbeiner hat und ob sie tatsächlich die nötige Kenntnis, Zeit und Geduld haben, um diesem Tier ein artgerechtes Leben in einem stabilen Umfeld zu ermöglichen.

Ein Hund, welcher in der Stadt und auf öffentlichen Plätzen geführt wird, muss sozial kompetent im Umgang mit Artgenossen und Menschen sein. Ich bin als Besitzer für die Sicherheit meines Tieres und die Sicherheit der Mitmenschen in dessen Umfeld verantwortlich.

Man muss Hunde nicht mögen, auch keinen selber halten. Aber da Hunde immer und überall Begleiter sind, ist ein Grundwissen über Verhalten gegenüber einem Hund für jeden Bürger notwendig. Daher ist es wichtig, dass Kinder die Möglichkeit haben, solche Regeln zu lernen. Genauso wie jedes Kind die Grundregeln im Straßenverkehr kennen muss um in unserer Welt sicher unterwegs zu sein. Es gibt sehr gute Information via Internet, will man seinem Kind in dieser Hinsicht weiterhelfen: z.B. „Tierschutz macht Schule“ oder „der blaue Hund“, um nur zwei zu nennen.
Unsere Gesellschaft ist vielfältig, unsere Bedürfnisse auch. Haustiere sind für viele Menschen ein integraler Teil ihres Daseins und wichtig. Menschen in Pflegeheimen warten auf den Besuch „ihres“ Therapiehundes. Schutz-, Lawinen- und Blindenhunde stehen im Dienst des Menschen. Mit diesen sind nur wenige Beispiele wichtiger Funktionen, die durch diese Vierbeiner erfüllt werden, genannt.
Fazit: Es braucht Verständnis auf beiden Seiten des Spektrums, um unser Zusammenleben nicht nur erträglich, sondern erfreulich zu machen. Die Sicherheit unserer Kinder ist wichtig und ist unsere Aufgabe. Wir müssen dafür sorgen, dass sie lernen, Situationen richtig einzuschätzen. Wir sind verantwortlich dafür, dass unsere Gesellschaft funktioniert. Anprangern, aufschreien und verurteilen ist einfach, korrektes Handeln erfordert Vernunft, Konsequenz und die Bereitschaft Verantwortung zu tragen. Wir alle haben die Wahl.
Das Bild zeigt Memory und Carli, ausgebildete Therapiebegleithunde. Ihre Besitzer sind Dr.Vet Mitarbeiter, die diese Zertifizierung zusammen mit ihren Vierbeiner mit großer Investition an Zeit und Engagement erarbeitet haben. Wir sind sehr stolz.

Mag.med.vet. Magdalena Petz

Mag.med.vet. Magdalena Petz, PFI DR VET – Die Tierärzte OG in Lebring
Das Bild zeigt Memory und Carli, ausgebildete Therapiebegleithunde. Ihre Besitzer sind Dr. Vet Mitarbeiter, die diese Zertifizierung zusammen mit ihren Vierbeiner mit großer Investition an Zeit und Engagement erarbeitet haben.

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