Der älteste aktive Weinbauer der Steiermark pflegt weinselige Freundschaft

Im höchst gelegenen Weinort Europas in Kitzeck hat Franz Koschak (links) seine Weingärten angelegt.
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  • Im höchst gelegenen Weinort Europas in Kitzeck hat Franz Koschak (links) seine Weingärten angelegt.
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Mit seinen 78 Jahren ist Franz Koschak aus Kitzeck im Sausal der älteste aktive Weinbauer der Steiermark. Er ist seit 52 Jahre Weinbauer und seit 37 Jahre gibt es eine enge Verbindung ins Oberösterreichische Innviertel und in die Bayerische Dreiflüssestadt Passau. Im höchsten Weinort Europas, Kitzeck liegt 560 m hoch, betreut er 3 ha Weingärten. Mühselig hat er seinerzeit diese in Terrassen angelegt. Er hatte mit seinen Terrassenlagen eine Vorreiterschaft in der Südsteiermark. Siebenmal ist er mit seinem kleinen Traktor abgestürzt, aber immer wieder aufgestanden.

Zurück zur Verbindung zu den Oberösterreichern.

Im Jahre 1980 weilte die Trachtenmusikkapelle Freinberg, fesch gekleidet mit Lederhosen und Dirndl’n im Rahmen eines legendären Musikerausflug bei Koschak. Mit dabei auch der unvergessliche Weinbeisserwirt Karl-Heinz Diebetsberger. Und aus diesem Zweitagesausflug heraus entwickelte sich aus Freundschaft ein Geschäft. Seither versorgt er namhafte Wirte aus Schardenberg und Freinberg sowie viele private Passauer Weinfreunde mit seinen vorzüglichen Tröpfchen der Sorten Welschriesling, Weißburgunder, Sauvignon Blanc und Sämling 88. Wenn er die Weine ins Innviertel liefert (er kommt vier- bis sechsmal im Jahr rauf) fährt er schon um 2 Uhr früh weg. Auch lustige Geschichten aus der Vergangenheit kommen da zum Vorschein.

Einmal hat er mit vier Mann beim Wirt z‘ Freinberg 300 Liter Sturm um Mitternacht aus einem mitgebrachten Lagertank umgefüllt. Auch eine Freundin hatte Koschak damals in der Grenzecke hoch über Passau verrät er - „zum Schluss lebt sie noch?“, schmunzelt der leidenschaftliche Winzer. Zünftig ging es einmal am Stammtisch beim Weinbeisser zu. Da wurde der frische Federweisse direkt aus einem großen Blechkübel mit einem Schöpflöffel kredenzt. Übrigens, seine Lieblingskellnerin bei den Innviertler Wirten war die „Berta vom Weinbeißer“. Sie ist zwischenzeitlich schon in Pension. Seine Lebensplanung für die weitere Zukunft sind viel Arbeit in der frischen Luft, gutes Essen und ab und zu ein gutes Tröpferl aus seinen eigenen Weinkellern. Das hält fit und schließlich möchte der Steirer 100 Jahre alt werden!

Das kann leicht sein, denn der Mensch Franz Koschak liebt das Leben in all seinen Facetten.

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