Deutsch lernen am Fußballplatz

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Während am Hotspot in Spielfeld der Ansturm an Flüchtlingen nicht abreißt, ist man in vielen Gemeinden im Bezirk Leibnitz weiterhin um Integration jener Asylwerber bemüht, die bereits seit einigen Monaten bei uns leben. "Bereits seit 35 Jahren sind in der Marktgemeinde Arnfels Flüchtlinge untergebracht, wobei zur Zeit rund 70 Asylwerber im Ort leben. Darüber hinaus nutzen rund 50 Flüchtlinge, die in Leutschach und Oberhaag, leben, die Infrastruktur bei uns", berichtet Arnfels-Bgm. Karl Habisch, wobei dem Ortschef keine einzige negative Schlagzeile bekannt ist.

Kurse im Sitzungssaal

Um Sprachbarrieren so schnell als möglich zu überwinden, gibt der Arnfelser Buchautor, Schiedsrichter und Pädagoge Peter Stelzl von Dienstag bis Freitag Vormittag im Sitzungssaal der Gemeinde einen Deutschkurs. Der Anstrum ist ungebrochen. "Rund 25 Personen kommen täglich und ich erlebe einfach so viele schöne Momente. Die Leute sind gewillt und wollen unsere Sprache können, denn sie wissen, dass sie nur dann weiterkommen, wenn sie Deutsch lernen", erzählt Stelzl und dankt für die große Hilfsbereitschaft im Ort. Die SU Rebenland ermöglicht unter anderem, dass die Flüchtlinge gratis die Spiele besuchen dürfen. "Das ist einfach großartig, denn am Fußballplatz lernen sie noch wesentlich schneller als am Schreibtisch", so Stelzl. "Wir besprechen die Fußballspiele und so lernen sie auch schon wieder neue Vokabeln." Auch Heribert Ertl, Mitglied beim Forum Arnfels, unterstützt die Flüchtlinge mit wertvollen Unterlagen, die beim Deutsch lernen hilfreich sind. Hannes Robier unterrichtet jeden Montag in Arnfels.

Dankbar für die Hilfe

"Wer kriegt, so wie ich, der muss auch bereit sein, etwas herzugeben", erzählt Stelzl über seine Beweggründe im Sinne der Nächstenliebe, und fragt in den Raum: "Und wer spielt heute am Abend Fußball beim Turnier in der Sporthalle?" Mit Begeisterung zeigen sofort einige junge Männer auf und antworten grammatikalisch richtig auf Deutsch: "Wir spielen heute mit und kommen."

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