Landesprämierung der Landwirtschaftskammer
Die besten Allerheiligenstriezel und Früchtebrote des Landes

Die strahlenden Landessiegerinnen: Sonja Wippel (1.Reihe links), Fachlehrerin Monika Winter und Direktorin Karin Kohl von der Fachschule  für Land- und Ernährungswirtschaft Hartberg (2.u.3.v.l.).
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  • Die strahlenden Landessiegerinnen: Sonja Wippel (1.Reihe links), Fachlehrerin Monika Winter und Direktorin Karin Kohl von der Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft Hartberg (2.u.3.v.l.).
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Allerheiligenstriezel und Kletzen- sowie Früchtebrote standen auf dem Prüfstand. Expertenjury prämierte zwei Landessiegerinnen. Sonja Wippel aus Bierbaum, Gemeinde Premstätten flechtet und bäckt die schönsten und besten Allerheiligenstriezel. Und: Die Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft Hartberg macht das beste Früchtebrot. Die natürlichen Zutaten stehen für beste Qualität und hervorragendem Geschmack.

Nur natürliche Zutaten und großes Können mit Hausrezepten. 26 Bäuerinnen aus der Steiermark und aus dem Burgenland haben bei der Landesprämierung 2019 „Allerheiligenstriezel und Früchtebrot“ 62 Proben eingereicht. „Die hervorragende Qualität ist nur mit natürlichen Zutaten und dem Können der Brot-Bäuerinnen möglich, die mit viel Liebe und Freude backen“, so Landesbäuerin Auguste Maier. „Die Expertenjury kürte zwei Landessiegerinnen: Sonja Wippel aus Bierbaum, Gemeinde Premstätten überzeugte bei den Allerheiligenstriezeln. Die Fachschule für Land – und Ernährungswirtschaft in Hartberg bäckt das beste Früchtebrot. Die Landesbäuerin: „Ich freue mich sehr, dass die jungen Leuten das Backen von Qualitätsprodukten im Unterricht lernen.“

Beste regionale Zutaten und traditionelle Rezepte. Die Striezel der Bäuerinnen werden mit echter Milch, regionaler Butter und frischen Eiern zubereitet. Damit wird der Striezel nicht nur ernährungsphysiologisch aufgewertet, sondern er schmeckt hervorragend. Diese Striezel werden flauschig, zergehen beim Genießen am Gaumen und sind einige Tage sehr gut haltbar.

Allerheiligenstriezel – Die Kunst des Flechtens! „Flechtgebäcke haben volkskulturell eine tiefe Bedeutung. Denn in diese werden alle Glücks- und Segenswünsche mit eingeflochten. So zum Beispiel auch in den Allerheiligenstriezel, welcher mancherorts als Patengeschenk zu Allerheiligen überreicht wird“, so die Landesbäuerin. Und weiter: „Der Allerheiligenstriezel ist nach wie vor etwas Besonderes. Denn dieser ist mit Hagelzucker geschmückt, ist meist ein Briocheteig, bei dem Eier, Butter und Zucker verwendet werden.“

Hintergrund: Der Zopf als Opfergabe war ursprünglich weit verbreitet und sollte Ersatz für Frauen- oder Haaropfer sein. Dem verschlungenen, verknüpften Gebäck sagt man eine Zauberwirkung nach, mit der man böse Geister einfangen wollte. Inzwischen ist der Zopf das ganze Jahr zu haben und hat dadurch an mythologischer Bedeutung verloren. Früher war es sehr oft ein Geschenk der reicheren Bevölkerung an jene Menschen, die sich kein Weißbrot leisten konnten.

Traditionelles Kletzen- und Früchtebrot mit den letzten Früchten des Jahres. In diesen Früchten steckt die letzte Kraft des alten Jahres und wird in die Adventbrote hineingebacken, damit man sie mit ins neue Jahr nehmen kann. Natürlich war das Trocknen der Früchte auch ein Haltbarmachen. Kletzen- und Früchtebrote haben durch den hohen Ballaststoffanteil auch eine positive Wirkung auf den Körper. Die traditionellen Adventgewürze sind wärmend und tun dem Körper gut.
„Die Kletzen sind getrocknete Birnen und im klassisch-traditionellen Kletzenbrot ein Muss. Aber auch andere heimische Früchte wie Äpfel, Dörr-Zwetschken oder Walnüsse finden Verwendung. Interessanterweise hat man schon früher Feigen und Weinbeeren für dieses Brot verwendet“, so Verkostungschefin Eva Lipp. Und weiter: „Kletzen- und Früchtebrote werden vielfach mit Sauerteig gebacken, sodass sie länger saftig bleiben. Regional unterschiedlich ist die Ausformung. In manchen Regionen bekommt das Früchtebrot eine Brotteighülle.“

Geschmacksvielfalt statt Einheitsbrei. „Jede Bäuerin hat ihr eigenes Rezept mit ihren besonderen Zutaten. Es gibt weder beim Striezel noch beim Kletzen- und Früchtebrot eine Mehlmischung noch eine Vorgabe der Früchte, die in die Brote kommen müssen“, so die Verkostungschefin. Auch Trockenfrüchte werden regional unterschiedlich (klimabedingt!) verwendet. „Zudem backen die Bäuerinnen mit Herz und Leidenschaft und sind überaus kreativ“, freut sich Lipp.

100 Punkte für Landessieg. Für einen Landessieg, bei dem der ausgezeichnete Geschmack entscheidet, sind 100 Punkte Voraussetzung. Nur makellose Brote und Striezel können gewinnen. Die Qualitätsoffensive der Landwirtschaftskammer bewirkt, dass die Zahl der 100-Punkte-Betriebe bei den Landesprämierungen Jahr für Jahr steigt. Brote mit Auszeichnungen in Silber und Bronze haben nur kleine Schönheitsfehler, welche oft auf die Handarbeit in der Produktion zurückzuführen sind. „Ein Geschmackserlebnis sind sie alle“, so die Landesbäuerin.

Ausgezeichnete Brote und Striezel geben Sicherheit und sind an Prämierungs-Schleife erkennbar. Die ausgezeichneten Striezel und Früchtebrote sind eindeutig erkennbar: Die Bäuerinnen umwickeln sie mit der Prämierungsschleife „Ausgezeichnete Striezel und Früchtebrot 2019 der Landwirtschaftskammer Steiermark“. Diese Spezialitäten garantieren höchste Qualität zu einem fairen Preis. Erhältlich sind die prämierten Bäckereien Ab-Hof, auf Bauernmärkten und in Hofläden. Im Internet unter www.stmk.lko.at sind die Siegerbrote abrufbar.

Rezept der WOCHE: Allerheiligenstriezel

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