Die Wende in der Kasernenfrage

Nichts wird es mit dem Einkaufszentrum in der Mickl-Kaserne. Die Nutzung ist wieder unklar.
  • Nichts wird es mit dem Einkaufszentrum in der Mickl-Kaserne. Die Nutzung ist wieder unklar.
  • hochgeladen von Markus Kopcsandi

Die Entwicklungen rund um die Nachnutzung der Mickl-Kaserne in Bad Radkersburg ließen die Wogen in den letzten Monaten bei den lokalen Politikern und auch bei den Bürgern hochgehen. Ein kurzer Rückblick: Die Interessenten der Braunsberger-Gruppe veröffentlichten auf ihrer Homepage bereits exakte Pläne des von ihnen geplanten Einkaufszentrums.
Unter anderem bewegte dieses Verhalten die Kasernen-Anrainer zu einer Unterschriftenaktion bzw. zu einem Schreiben an den Gemeinderat. Befürchtet wurde vor allem eine starke Lärmbelastung durch das erhöhte Verkehrsaufkommen. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde die Verlängerung der Frist für den Optionsvertrag bis Ende April beschlossen. Die nötige Mehrheit für die Entscheidung kam aufgrund des Zusatzes zustande, dass die Anrainerinteressen gewahrt werden und man alle Punkte mit der Gruppe im Detail und im Sinne der Stadt abklärt.
Nun kam alles anders als gedacht. Der Zuschlag der Sivbeg, der Immobilienverwaltung des Bundesheers, an die Braunsberger-Gruppe und deren Unterschrift ist erfolgt. Die diesbezüglich aktuell einberufene Gemeinderatssitzung sorgte nun für eine überraschende Wende.

Anders als gedacht

"Es gibt Informationen, dass die Braunsberger-Gruppe mit Libro und Vögele geredet hat", so Bürgermeister Sommer, der darin einen klaren Verstoß gegen die von der Stadt gestellten Bedingungen sieht. Die Sivbeg wurde daraufhin von Sommer aufgefordert, den Kaufvertrag zuzuschicken.
Die 30-tägige Frist für die Stadt Bad Radkersburg auf die Wahrung des Vorkaufsrechts trat in Kraft. Somit wurde die spontan einberufene Sitzung zwecks einer fristgerechten Entscheidung nötig. "Der Schritt ist kein einfacher", machte Sommer klar, der sich im Vorfeld das O. K. des Aufsichtsbehörde in Graz einholte. Anfänglicher Skepsis folgte der von allen Fraktionen einheitlich getroffene Beschluss, das Vorkaufsrecht in Anspruch zu nehmen.
Vor und nach dem Beschluss wurde Sommer von Vertretern der Bürgerliste und der SPÖ mit einem alternativen Bewerber, der "Werkstadt Graz" konfrontiert, die am Gelände die Realisierung einer Privatuniversität andenkt. Sommer bestätigte Gespräche, doch merkte an, dass kein konkretes Anbot vorliege. Auch ein Wohnbauträger sei im Gespräch.
Grundvoraussetzung für beide Varianten sei zuvor aber die Durchführung nötiger Hochwasserschutzmaßnahmen. Die nötigen Grundstücksablösen können gemäß Sommer im Idealfall frühestens 2014 abgeschlossen werden.

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