Eine Steinzeit im Rebenland

Peter Grill junior und sein Tausend-Liter-Granitfass mit Riesling.
  • Peter Grill junior und sein Tausend-Liter-Granitfass mit Riesling.
  • Foto: Bieber
  • hochgeladen von Waltraud Fischer

Das neue Produktverfahren für die Weinbereitung wurde in Bayern patentiert. Aus neun Tonnen schweren Granitblöcken werden runde Steinfässer mit 15 cm dicken Wänden gehauen. Die kühlende Wirkung des Steins ist ein Vorteil beim Gärprozess. Der „Steinwein“, so behaupten Winzer, die damit schon Erfahrung haben, wirkt schlanker, lebendiger, mineralischer und feingliedriger. Die Erzeugerfirma betont außerdem, Weinstein könne einfacher ausgespült werden, weil er sich nicht mit dem Granit verbinde. Und das Fass ließe sich mit einem Hochdruckreiniger ganz einfach säubern, heißt es.

Der Grill-Riesling aus dem Steinfass ist schon für einen Weinhändler reserviert.

Peter Grill junior, für die Vinifikation im Buschenschank-Betrieb zuständig, darf aber 150 Liter des Stein-Weines behalten. Da die Weinbereitung in Steinfässern nicht billig ist (ein Tausend-Liter-Behälter kostet fast 16.000 Euro), wird der Grill-Riesling entsprechend kostspielig sein. Der Junior verlangt nämlich schon jetzt für einen Blaufränkischen, von dem er nur rund 300 Liter hatte, stolze 6 Euro für ein Achterl, was manche Buschenschank-Gäste ziemlich irritiert.
Peter Grill hat das Steinfass allerdings nur gemietet. Sein Leutschacher Kollege, der Topwinzer Peter Masser, ist ebenfalls ein Stein-Wein-Pionier im Rebenland. Er hat ein Granitfass im Frühjahr 2017 gekauft und darin einen tollen Chardonnay ausgebaut, der vermutlich ab Weihnachten erhältlich sein wird. Wieviel dieser Stein-Wein kosten wird, steht allerdings noch nicht fest.

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