Feuerwehrdamen im Bezirk Leibnitz schreiben österreichweit Geschichte

Eine wahre Meisterleistung der vier Feuerwehrdamen aus dem Bezirk Leibnitz.
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  • Eine wahre Meisterleistung der vier Feuerwehrdamen aus dem Bezirk Leibnitz.
  • Foto: David Pillinger
  • hochgeladen von Waltraud Fischer

Am Freitag, dem 17. November 2017 ,wurde ein Stück steirische und auch österreichische Feuerwehrgeschichte geschrieben! Erstmalig errang ein reiner Damen-Atemschutztrupp das begehrte goldene Abzeichen der Atemschutzleistungsprüfung. Marie Waiker (Stadfeuerwehr Leibnitz), Maria Suppan (Feuerwehr Lang), Eva Paluc und Ariane Zinner (beide Feuerwehr Kaindorf) stellten sich in der Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark in Lebring dieser herausfordernden Aufgabe und bewältigten sie mit Bravour. Wochenlanges Training und die harte Arbeit machten sich bezahlt. Auf diesem langen Weg der Ausbildung wurden auch kleine Rückschläge problemlos weggesteckt und versucht, es beim nächsten Mal einfach besser zu machen. So konnten die Vier bei der Schlusskundgebung das angestrebte Abzeichen voller Stolz in Empfang nehmen.

Der Atemschutz ist ja eines der wichtigsten sowie auch der Kräfte raubendsten Spektren im Feuerwehrwesen. Zur persönlichen Schutzausrüstung kommen beim Atemschutzeinsatz mit den Pressluftatmern sowie weiterer Arbeitsmaterialien ein Mehrgewicht von rund 25 Kilogramm. Neben dem zu absolvierenden Lehrgang an der Feuerwehr- und Zivilschutzschule Lebring muss ein Geräteträger mindestens zwei Übungen im Jahr nachweisen können. Die Bewerbsprüfung als solches besteht aus fünf Stationen: Theoretische Überprufung des Wissens bei der ersten Station. In den folgenden vier behandeln sie die Inbetriebnahme des AtemschutzgerÄtes, eine Menschenrettung ist dabei durchzufÜhren, wo ein rund 70 Kilogramm schwerer Dummy gerettet werden muss,
ein Löschangriff ist zu bewältigen und als Abschluss eine vom Gruppenkommandanten erstellte Einsatzdokumentation anzufertigen. Zeitgleich zur Dokumentation stellt der Atemschutztrupp die Einsatzbereitschaft der Pressluftatmer wieder her. Die Schwierigkeit am goldenen Abzeichen ist, dass jeder Bewerber alle drei Positionen des Atemschutztrupps sowie auch die an den Gruppenkommandanten gestellten Anforderungen beherrschen muss.

Am Bewerbstag wird dann gelost, wer welche Position ausführen muss. Ebenso erfreulich war, dass in der zehnjährigen Geschichte dieser Atemschutzleistungsprüfung erstmals die weiße Flagge gehisst werden konnte. Besonders in Anbetracht dieser Tatsache ist die starke Leistung des rein weiblichen Trupps nicht hoch genug einzuschätzen, da eine solche Prüfung doch mit großem körperlichem Aufwand verbunden ist. Bedanken möchten sich die Feuerwehren an dieser Stelle auch bei den Ausbildnern, die die Gruppe auf die Herausforderungen ausgezeichnet vorbereitet haben. Alle Feuerwehrkollegen gratulieren den angetretenen Kameradinnen aufs Herzlichste!

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