Grüne warnen vor unkontrollierten Mix-Bienen durch neues Bienenzuchtgesetz

Die Grüne LAbg. Sandra Krautwaschl warnt vor unkontrollierten Mix-Bienen durch neues Bienenzuchtgesetz.
  • Die Grüne LAbg. Sandra Krautwaschl warnt vor unkontrollierten Mix-Bienen durch neues Bienenzuchtgesetz.
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  • hochgeladen von Waltraud Fischer

In der Diskussion über das neue steirische Bienenzuchtgesetz „bleibt Landesrat Seitinger leider weiterhin uneinsichtig“, wie die Grüne Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl eine aktuelle Anfragebeantwortung des Landesrates zusammenfasst. Zur Zeit sind in der Steiermark ja nur die Carnica-Biene erlaubt – diese ist eine über tausende von Jahren entwickelte ertragreiche und sanftmütige Bienenart, die aufgrund ihrer Prägung vom südöstlichen Alpenklima mit heißen Sommern und kalten Wintern gut zurechtkommt. Nach dem aktuellen Bienenzuchtgesetz ist in der Steiermark nach § 22 „zum Schutze der heimischen Bienenzucht … ausschließlich die Verbreitung der Carnica-Rasse mit allen Stämmen dieser Rasse zulässig.“ Laut Expertinnen und Experten besteht die Gefahr, dass bei einer Aufweichung des Gesetzes die Carnica innerhalb weniger Jahre verschwunden sein würde. „Anlass zur Sorge besteht auch darin, welches Gefahrenpotential aufgrund der Kreuzungen zwischen der Carnica und Hybridbienen für die Steiermark entstehen könnte, weil nicht vorhergesagt werden kann, welche Eigenschaften sich weitervererben. So könnte es dazu kommen, dass etwa Freizeitimkerinnen und -imker, die mit ihren Bienen zu einem hohen Prozentsatz die flächendeckende Bestäubung sichern, durch solche Einkreuzungen Bienen mit erhöhter Aggressivität bekommen und mit der Imkerei aufhören“, warnt Krautwaschl.

Seitinger will nun das Gesetz lockern – und so genannte „Schutzzonen“ für die Carnicabienen einführen, „während die übrigen Gebiete für andere Bienenrassen frei zugänglich sein sollen“, wie es in der Anfragebeantwortung heißt.

„Wie will man diese Schutzzonen machen?“, fragt Krautwaschl: „Bienen halten sich nämlich nicht an irgendwelche aufgezeichneten Gebietsgrenzen, die in einem Landesregierungsbüro entstanden sie… und Mauern mit Glaskuppeln wird Seitinger ja wohl nicht bauen wollen…“

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