Keine Arbeit in Sicht

Auf Dauer als arbeitslos abgestempelt sind im Vergleich zum Vorjahr fast doppelt so viele Personen.
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  • hochgeladen von Markus Kopcsandi

Mit einer Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent lag der Bezirk Radkersburg im September im steirischen Schnitt beziehungsweise großteils darunter. Einen Anstieg von 16 Prozent bei den vorgemerkten Arbeitslosen zeigen die Zahlen des AMS Mureck im Vergleich zum Oktober im Vorjahr. Dabei besonders auffällig: Die Summe der Langzeitbeschäftigungslosen. Mit einem Anstieg von 46 Prozent hat sich die Zahl beinahe verdoppelt. Zum Vergleich: Steiermarkweit wurde ein Anstieg von 22 Prozent verbucht.
"Es gibt sowohl regional als auch steiermarkweit wenig Dynamik am Arbeitsmarkt. Im Arbeitsmarktbezirk Mureck gibt es um 47,2 Prozent weniger gemeldete offene Stellen als im Vorjahr. Das wirkt sich natürlich gerade auf die schon länger arbeitslosen Personen aus Sie haben es in Folge nochmal schwerer, sich wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren", weiß Anneliese Scheucher, Verantwortliche des AMS-Standorts in Mureck.
Als Erste-Hilfe-Maßnahmen des AMS nennt sie unter anderem die zielgerichtete Höherqualifizierung der gemeldeten Personen und einen eventuellen Zuschuss zu den Lohnkosten als Einstiegshilfe. "Es herrscht insgesamt eine schwierige Situation auf unserem Arbeitsmarkt, wobei die Saisonarbeitslosigkeit besonders im Bau- und Baunebenbereich erst richtig anläuft", betont Scheucher.
Betrachtet man die vielzitierte Problematik des Fachkräftemangels, ist dieser laut der Expertin im Arbeitsmarktbezirk Mureck auf alle Branchen verteilt. Besonders schwierig erweist sich vor allem der Gastronomiebereich.

Große Herausforderung

"Jeder Arbeitslose ist einer zu viel. Dennoch ist die Arbeitslosenquote bei uns in der Region stabil und liegt bei 4,6 Prozent nur knapp über den Wert des Vorjahres. Dieser Wert ist im Vergleich mit anderen Regionen und europäisch gesehen Spitzenwert", heißt es vonseiten der Politik bzw. von LAbg. Anton Gangl, der die Eingliederung der Langzeitarbeitslosen als große Herausforderung sieht. Auch die Wirtschaftskammer setzt alle Hebel in Bewegung: "Wir animieren die Menschen unter anderem zum Weg in die Selbstständigkeit. Ein wesentliches Thema ist auch die Förderung der dualen Ausbildung", so Josef Majcan, Leiter der WK-Regionalstelle Südsteiermark.

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