Kleine Tierschützer zu Besuch im „Adamhof“

In der Steiermark wurde das Projekt „Pet Buddy goes to School“ im Schuljahr 2014/15 erstmals pilotmäßig in zwei Volksschulklassen in den Unterricht eingebaut. Aufgrund der höchst positiven Resonanz konnte die Umsetzung dieses tollen Projektes in den vier darauffolgenden Schuljahren in unserem Bundesland kontinuierlich gesteigert werden. Es hat mittlerweile einen sehr hohen Bekanntheitsgrad und Stellenwert in der steirischen Bildungslandschaft erreicht. Viele weitere Schulen haben sich bereits dafür angemeldet.

Im Schuljahr 2019/20 wird das Projekt in insgesamt 20 steirischen Volksschulklassen durchgeführt. Es wurden dafür neben den bisherigen Projektpartnern, dem Tierheim Kapfenberg und der Tierwelt Herberstein nun zwei weitere Projektpartner gefunden, nämlich das Tieheim Adamhof in Straß und der Tierpark Mautern.

Tierschutz schon früh vermitteln

Die vordergründigen Ziele der „Pet Buddy goes to School“-Kurse sind, dass SchülerInnen die Bedürfnisse von Tieren in menschlicher Obhut kennenlernen. Sie lernen dabei über erlebnispädagogische und tierschutzdidaktische Methoden ihr Wissen anzuwenden und es an MitschülerInnen, Eltern, Verwandte und FreundInnen weiterzugeben. „Die Kinder und Jugendlichen werden so zu MultiplikatorInnen einer ausgewogenen Vermittlung der hochsensiblen Thematik Tierschutz. Sie setzen sich vorbildlich für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Lebendigen ein“, freut sich der steirische Tierschutzlandesrat Anton Lang. Langfristig sollen die Kurse Bewusstsein für den Schutz von Tieren schaffen und über die tiefgründige Beschäftigung zu diesem Thema, Mitgefühl und Empathie gegenüber Mensch und Tier stärken. Diese Kurse fördern zudem das Mitgefühl für Schwächere und tragen so zur Gewaltprävention an Schulen bei. Auch die Sicherheit im Umgang mit Tieren ist ein Schwerpunktthema.
Der Verein Tierhilfe-Tierstube Kapfenberg als Betreiber des Tierheims Kapfenberg und das Tierheim Adamhof, beide langjährige Partner des Landes Steiermark im Bereich der tierschutzrechtskonformen Verwahrung von Heimtieren sowie die Tierwelt Herberstein und der Wildtierpark Mautern begleiten das Projekt „Pet Buddy goes to School“ als zuverlässige Projektpartner für die praxisrelevante Umsetzung. „Für die SchülerInnen stehen jeweils ein Termin im einem Tierheim und ein Termin in der Tierwelt Herberstein bzw. im Tierpark Mautern am Programm“, so Lang.

Im den Tierheimen erlernen die Kinder den richtigen Umgang mit Hunden und Katzen und erfahren so eine respektvolle Mensch-Tier-Beziehung. Partizipative Vorträge, „Hands-on“-Aktivitäten, Rollenspiele und der Einsatz von Handpuppen helfen den SchülerInnen dabei, Bezug zu den vorgestellten Tieren aufzubauen und ihre Bedürfnisse und Individualität zu verstehen.

In der Tierwelt Herberstein und im Wildtierpark Mautern geht es um die Themen „Tierschutz und Artenschutz“ sowie um bedürfnisgerechte Haltung von Kleintieren wie etwa Kleinsäuger und Ziervögel. Insbesondere wird den Kindern die artgerechte Haltung und Lebensweise von Kaninchen, Papageien und Schildkröten nähergebracht. Die Kombination von Wissensvermittlung über die Biologie und Ethologie der Tiere kombiniert mit tierschutzdidaktischen Methoden ermöglicht den Kindern und Jugendlichen eine intensive Lernerfahrung.

Heute waren Kinder der Volksschule Stanz zu Gast im Tierheim Adamhof in Straß. Dort wurden sie als „Pet Buddy“ mit einem Armband ausgezeichnet. Ferner erhalten die „Kumpel der Tiere“ dann zum Abschluss des Kurses eine Urkunde sowie ein Tier-Poster.

20.000 Euro für Katzen-Station im Tierheim „Adamhof

Der Tierschutzverein Leibnitz ist einer von insgesamt sieben Vertragspartnern des Landes Steiermark im Bereich der Tierverwahrung und des Tierschutzes. Er wird seit Ende 2018 als Mitgliedsverein des Vereins Aktiver Tierschutz Steiermark/Graz geführt und betreibt das Tierheim „Adamhof“ in Straß. Um den tierschutzrechtlichen Vorgaben zu entsprechen, müssen Tierheime abgetrennte geeignete Unterbringungsmöglichkeiten für kranke Tiere haben, um eine Ansteckung anderer Tiere zu verhindern. „Da die Ausstattung der Quarantäneräumlichkeiten und der Krankenstation für Katzen im Tierheim Adamhof nicht mehr den Hygieneanforderungen der heutigen Zeit entsprachen, wurde eine Sanierung notwendig. Durch die Verbesserung der Hygienestandards kann die Sterberate bei Katzen im Tierheim Adamhof auf ein Minimum reduziert werden. Es wird mit diesem Projekt auch den arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen und der maßgeblichen Verbesserung der Versorgung der verwahrten Katzen entsprochen“, so Landesrat Anton Lang.

Die Kosten für das Gesamtprojekt betragen insgesamt € 53.205,56, wobei der Großteil der Kosten auf den Ankauf eines hygienisch leicht zu reinigenden Käfigs entfällt. „Dem Tierschutzverein wird daher eine Förderung in der Höhe von € 20.000,- gewährt“, betonte Lang. Der Rest der Kosten soll durch Spenden der Gemeinden im Bezirk Leibnitz und eigenen Finanzmitteln aufgebracht werden.

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