Schule am Bauernhof
Kühe sind nicht lila und Äpfel wachsen nicht im Supermarkt

20 Jahre Schule am Bauernhof in der Steiermark. Am Seppbauer-Hof in Wettmannstätten machte die Landwirtschaftskammer auf diese wertvolle Initiative aufmerksam: Schüler shakten Butter und waren mit den Rindern auf Du und Du. Im Bild mit Christian Polz, links (Kammerobmann Deutschlandsberg), Landesbäuerin Auguste Maier (2.v.l.), Maria Haring (3.v.l., Bäuerin vom Seppbauer-Hof und zertifizierte Schule am Bauernhof-Bäuerin) und Franz Greinix (1.v.r., Vorsitzender des Ländlichen Fortbildungsinstituts Steiermark)
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  • 20 Jahre Schule am Bauernhof in der Steiermark. Am Seppbauer-Hof in Wettmannstätten machte die Landwirtschaftskammer auf diese wertvolle Initiative aufmerksam: Schüler shakten Butter und waren mit den Rindern auf Du und Du. Im Bild mit Christian Polz, links (Kammerobmann Deutschlandsberg), Landesbäuerin Auguste Maier (2.v.l.), Maria Haring (3.v.l., Bäuerin vom Seppbauer-Hof und zertifizierte Schule am Bauernhof-Bäuerin) und Franz Greinix (1.v.r., Vorsitzender des Ländlichen Fortbildungsinstituts Steiermark)
  • Foto: © INBILD/Anna Pailer
  • hochgeladen von Waltraud Fischer

Rund 80.000 Kinder und Jugendliche haben ihr Klassenzimmer auf steirische Bauernhöfe verlegt. Pädagogisch geschulte Bäuerinnen und Bauern geben ihnen seit 20 Jahren Einblick in die Landwirtschaft.

„Ein Besuch am Bauernhof war noch nie so wichtig wie heutzutage, fragen sich doch immer mehr, woher unsere Lebensmittel kommen und wie sie hergestellt werden“, sagt Landesbäuerin Auguste Maier. Sie freut sich, dass in den vergangenen Jahren rund 80.000 Kindergarten-Kinder, Schüler und Jugendliche ihr Klassenzimmer auf einen der 95 zertifizierten „Schule am Bauernhof“-Betriebe verlegt haben. „Dort lernen sie, dass die Kühe nicht lila sind, was die Bienen mit den Apfelblüten machen und Erdäpfel nicht auf den Bäumen wachsen“, sagt die Landesbäuerin. Von den Bäuerinnen und Bauern erfahren die Kinder auch mehr über die Bauernhof-Tiere, über den Obst-, Acker- und Gemüsebau, die Honigproduktion oder über die Verarbeitung von Schafwolle. Die Kinder können auch selbst Hand anlegen und Butter schütteln und beim Herstellen von Joghurt und Käse sowie beim Brotbacken live dabei sein.

Immer mehr Kinder kommen auf die Höfe

„Schule auf der Alm“ in Vorbereitung. „Die ,Schule am Bauernhof‘-Initiative der Landwirtschaftskammer wird von den Lehrern und Schuldirektoren sehr gerne mit steigender Tendenz angenommen. Im vergangenen Schuljahr waren rund 6.500 steirische Kinder und Jugendliche auf den Höfen“, sagt Franz Greinix, Vorsitzender des Ländlichen Fortbildungsinstitutes, der Bildungseinrichtung der Landwirtschaftskammer, die die Bäuerinnen und Bauern pädagogisch für diese Aufgabe vorbereitet. „Im kommenden Jahr wird es auch ,Schule auf der Alm‘ geben“, kündigt Greinix eine wichtige neue Initiative an bei der Kindern und Jugendlichen das verantwortungsvolles Verhalten auf der Alm vermittelt wird. Alle bestehenden Schule am Bauernhof-Betriebe können dafür mit einem Aufbaulehrgang diese Zusatzqualifikation erwerben. Und selbstverständlich findet im kommenden Bildungswinter wieder ein „Schule am Bauernhof“-Zertifikatslehrgang statt.

Maria Haring-Weigl, „Schule am Bauernhof“-Bäuerin: Strahlende Kinderaugen. „Mir liegt besonders am Herzen, den Kindern die Milchwirtschaft in all ihren Facetten näher zu bringen. Die Kinder und Jugendlichen dürfen sogar leichte Tätigkeiten am Hof wie Kühe-Füttern ausführen, können unsere Kälber streicheln und lernen den Weg der Milch von der Kuh ins Supermarktregal kennen. Wichtig ist, dass sie daran Freude und Spaß haben. So entsteht Wertschätzung für die bäuerliche Arbeit und die bäuerlichen Produkte.“ Und weiter: „Schule am Bauernhof schafft auch die Möglichkeit eines weiteren betrieblichen Standbeines, allerdings gehört viel Idealismus dazu. Das Strahlen in den Augen der Kinder, wenn sie ein Kalb sehen oder streicheln, ist unbezahlbar.“

Autor:

Waltraud Fischer aus Leibnitz

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