In allen Gemeinden
Lebensmittel, Speisen, Apotheke: Hilfsdienste im Bezirk Leibnitz

Einer hilft dem anderen: Zusammenarbeit ist zurzeit gefragter denn je.
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  • Einer hilft dem anderen: Zusammenarbeit ist zurzeit gefragter denn je.
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Nachbarschaftshilfe, Zusammenhalt und Unterstützung ist in diesen Zeiten wichtiger denn je. Das funktioniert im Bezirk Leibnitz hervorragend, wie zahlreiche Initiativen zeigen. 

Mittlerweile (Stand: 13. März) wurde von der Landesregierung auch der erste  Covid-19-Fall im Bezirk Leibnitz gemeldet. Es handelt sich um eine junge Frau (Jahrgang 1993).

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LEIBNITZ. Die Gemeinden haben innerhalb kurzer Zeit Anlaufstellen eingerichtet und im Bedarfsfall werden Einkäufe und Zustellungen für Risikogruppen erledigt. An dieser Stelle ergeht unser großer Dank an alle Ehrenamtlichen. In einigen Gemeinden wurden bereits Krisenstäbe gebildet, so beispielsweise in der Marktgemeinde Leutschach oder im Rebenland.

Telefonisches Beratungsangebot

Das Kriseninterventionsteam des Landes Steiermark bietet für Menschen, die sich krankheitsbedingt wegen des Corona-Virus in Quarantäne befinden oder einer Riskiogruppe (zum Beispiel ältere Menschen mit Vorerkrankung) angehören, telefonische Beratung an. Personen, die gerne mit jemandem Außenstehenden über ihre persönliche Situation sprechen möchten, weil ihr psychosoziales Netzwerk zur Zeit nicht zur Verfügung steht, können dieses Angebot gerne in Anspruch nehmen.
Das telefonische Beratungsangebot unter der Nummer 0664 85 00 224 wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kriseninterventionsteams des Landes Steiermark täglich von 15 bis 21 Uhr betreut. Gespräche sind ab heute Samstag, 14.3.2020, möglich.

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Leutschach bildet Krisenstab

Um mit möglichen Anforderungen bezüglich der aktuellen Corona-Krise auch innerhalb der Gemeinde gut vorbereitet zu sein, hat sich in Leutschach nun auch ein Krisenstab gebildet.
In der kleinen Gruppe arbeiten Gemeinde, Feuerwehr, Ärzte, Apotheke und Polizei ab sofort zusammen. Ziel ist es, schnelle und unbürokratische Entscheidungen zu treffen sowie relevante Informationen zielgerichtet an die Bevölkerung zu bringen. So wurde bereits für Risikopatienten eine telefonische Medikamentenbestellung mit Hauszustellung umgesetzt. Auch hat die Rebenland Apotheke ein "Drive in" Service eingeführt, wo die Medikamente vor der Apotheke ins Auto gebracht werden damit Risikogruppen nicht in den Verkaufsraum müssen. Die Koordination des Krisenstabes hat Gregor Waltl von der Freiwilligen Feuerwehr übernommen, eine Hotline wurde unter Tel.: 03454/7060 bzw. 0664/4600461 eingerichtet.

Bauern sichern Lebensmittel

Die Bauern tun alles, um die Bevölkerung sicher mit Lebensmitteln zu versorgen Derzeit gibt es keinen Anlass, die Versorgung in Frage zu stellen, bäuerliche Familienlandwirtschaft ist krisenfester.

Für heimische Bäuerinnen und Bauern ist es höchste Priorität, Bevölkerung mit Lebensmittel zu versorgen. Die heimische Landwirtschaft ist weitgehendst in der Lage, die Bevölkerung mit regionalen Lebensmitteln zu versorgen. Dazu Präsident Franz Titschenbacher: „Für die Bäuerinnen und Bauern hat es höchste Priorität, die Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen. Sie setzen alles daran, die Versorgung mit Lebensmitteln weiterhin sicherzustellen. Auch die heimischen Direktvermarkter sind wichtige Nahversorger für Stadt und Land.“

Die landwirtschaftliche Produktion deckt in vielen Bereichen die österreichische Nachfrage komplett ab. Der Selbstversorgungsgrad bei tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln ist größtenteils hoch. Bei Konsummilch liegt er österreichweit bei 168 Prozent, bei Butter bei 72 Prozent, bei Käse bei 99 Prozent, bei Obers und Rahm bei 109 Prozent.

Mit Hühnerfleisch sind wir in der Steiermark zu 160 Prozent versorgt (Österreich 82 Prozent). Bei Eiern beträgt der Selbstversorgungsgrad in der Steiermark 228 Prozent (Österreich 89 Prozent). Mit Rind- und Kalbfleisch ist die Steiermark zu 180 Prozent versorgt (Österreich 141 Prozent). Mit Schweinefleisch kann sich die Steiermark zu 140 Prozent versorgen (Österreich 101 Prozent).

Auch bei Vitaminen steht die Steiermark gut da. Der Versorgungsgrad mit Äpfeln liegt im Schnitt bei 300 Prozent (Österreich 85 Prozent). Österreich ist auch gut mit Erdäpfeln versorgt – der Selbstversorgungsgrad liegt bei 80 bis 100 Prozent. Bei Zwiebeln hat Österreich einen Selbstversorgungsgrad von 119 Prozent, bei Salaten 83 Prozent (Steiermark 55 Prozent).

Derzeit ist der steirische Chinakohl, der vitaminreiche Wintersalat mit kurzen Transportwegen, ausreichend vorhanden. Auch auf den steirischen Bauernmärkten gibt es ausreichend Salate und Gemüse. Die steirischen Gemüsebauern unternehmen alles, um möglichst rasch mit dem Grazer Krauthäuptel auf den Markt zu kommen.

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Autor:

Waltraud Fischer aus Leibnitz

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