Leserbrief zum Thema "Kein Ärztemangel": Ein Appell an die Politik

Bezugnehmend auf den Artikel "Kein Ärztemangel" möchte ich folgende Situation schildern. Ein 94 jähriger Familienangehöriger wurde fast elf Jahre zuhause gepflegt. In den letzten Stunden seines Lebens hätte er und die Angehörigen eine ärztliche Unterstützung benötigt. Leider war das ab Freitag Nachmittag 16 Uhr (22. 9. 2017) in Spielfeld nicht möglich. Auch der Ärztenotruf konnte nur auf eine Einweisung ins Krankenhaus hinweisen. Sollten wir einen 94 jährigen sterbenden Menschen diesem Stress aussetzen? Am nächsten Tag ist er im Kreise seiner Familie und in gewohnter Umgebung verstorben. Zum Glück hatte eine Angehörige Erfahrung in der Pflege und in der Hospizarbeit – aber das hat nicht jeder in einer solchen schwierigen Situation.
Es ist mir unerklärlich, dass es nicht möglich ist, einen ärztlichen Bereitschaftsdienst für Freitagnacht bereitzustellen.
Vielleicht sollte sich die Politik darüber Gedanken machen!

Eveline Sauer

Der WOCHE-Artikel in voller Länge:

Kein Ärztemangel im Bezirk Leibnitz

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