LKH Wagna: Hilfeschrei der Bürger für die Gebärstation

Zur ersten Kinderwageninitiative für den Erhalt der Gebärstation Wagna wurde in der Vorwoche aufgerufen.	Fischer
  • Zur ersten Kinderwageninitiative für den Erhalt der Gebärstation Wagna wurde in der Vorwoche aufgerufen. Fischer
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Der Kampf um den Erhalt der Gebärstation im LKH Wagna geht in die nächste Runde.

Auch wenn die Wolken tief über das LKH Wagna hängen, und die Schließung der Gebärstation aus der Sicht von Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder so gut wie beschlossene Sache ist, will man nicht aufgeben. Das bewiesen auch mehr als 150 Teilnehmer, die dem kurzfristigen Aufruf der Organisatorin Evamaria Holler folgten und mit Kind und Kegel am vergangenen Dienstag bei der Kinderwageninitiative anrollten.

Mütter ergriffen Initiative
Nach den regionalen Politiker-Innen haben sich mit dieser Aktion erstmals auch BürgerInnen aktiv in den Kampf um die Gebärstation im LKH Wagna eingebracht. Großformatige, handgeschriebene Plakate mit dem Hilferuf zur Erhaltung der Gebärstation in Wagna wurden ausgepackt. Die TeilnehmerInnen brachten klar und deutlich zum Ausdruck, dass die geburtshilfliche Einheit in einem der am stärksten wachsenden Bezirke nicht dem Sparstift zum Opfer fallen darf. „Es freut mich, dass die Menschen aus der Region ohne Zutun und generalstabsmäßige Organisation selbst die Initiative ergreifen und diese ein Zeichen setzen, um zu zeigen, wie wichtig die gesundheitliche Versorgung für die Steirerinnen und Steirer auch außerhalb der Landeshauptstadt Graz ist!“, meinte Bgm. Peter Sunko im Rahmen der Kundgebung.
„Wir haben bis in die letzte Woche versucht, mit sachlichen und unwiderlegbaren Argumenten zu überzeugen. Anscheinend sind aber andere Entscheidungskriterien ausschlaggebend für die Schließung der Gebärstation Wagna!“, zeigte sich Sunko sichtlich enttäuscht über das letzte Gespräch mit der zuständigen Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder.

Volksbegehren in Planung
„Wir werden jetzt weitere Schritte – unter anderem die Einleitung einer Bürgerinitiative und eines landesweiten Volksbegehrens in Erwägung ziehen und die rechtlichen Hintergründe klären lassen!“, gibt sich Sunko weiter kämpferisch. „Gemeinsam mit Bürgermeister Ernst Meixner aus Voitsberg werden wir alles in unserer Machst stehende versuchen, um den Menschen in unseren Gemeinden aber auch Bezirken die gesundheitliche Versorgung zukommen zu lassen, die ihnen zusteht!“, meint der „Standortbürgermeister“ zu den weiteren Maßnahmen. Auch Bgm. Rudolf Rauch aus Ragnitz unterstützte die Kinderwageninitiative vor Ort.

Die Hoffnung stirbt zuletzt
„Aufgeben tut man einen Brief, nicht aber die Zukunft unserer BürgerInnen!“, so Bgm. Peter Sunko, der gemeinsam mit Alt-Bgm. und LAbg. a. D. Franz Trampusch weiter für den Erhalt der Gebärstation in Wagna kämpfen will, auch wenn so manche politische Stimme in den vergangenen Monaten bereits verstummt ist. Aufgefallen bei der Kinderwageninitiative für das LKH Wagna ist auch, dass die Anstaltsleitung und das Personal (bis auf Einzelfälle, die in ihrer Freizeit aus Überzeugung dabei waren) der Kundgebung fernblieben. „Das finde ich sehr schade“, bedauert auch Sunko. Trampusch kann ebenso nicht verstehen, warum eine Station zugesperrt werden soll, „wenn sich durch Umstrukturierungsmaßnahmen gar keine Einsparungen ergeben“.

W. Fischer

Wo: Wagna, Wagna auf Karte anzeigen
Autor:

Josef Passat-Grupp aus Leibnitz

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