Forderung nach Herkunftskennzeichnung
Südsteirische Rinder- und Schweinebauern bangen um Existenz

Posch, Zirngast und Kaiser richten den Appell an alle: „Kaufen wir regionale Produkte und unterstützten so die heimische Landwirtschaft!“.
  • Posch, Zirngast und Kaiser richten den Appell an alle: „Kaufen wir regionale Produkte und unterstützten so die heimische Landwirtschaft!“.
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  • hochgeladen von Waltraud Fischer

Lockdowns, geschlossene Gastronomie und Reisewarnungen lassen die Märkte europaweit straucheln und insbesondere im Bereich des Fleischmarktes macht sich nun ein extremer Preisverfall bemerkbar. Heimische Rinder- und Schweinebauern schlagen Alarm. Es geht schlicht und ergreifend um die Zukunft vieler heimischer bäuerlicher Familienbetriebe.

"Die Bäuerinnen und Bauern sind mit ihrer täglichen Arbeit sicherer Garant für eine Versorgung der heimischen Bevölkerung mit regionalen Lebensmitteln. Die Landwirtschaft ist systemrelevant, jedoch kommt es jetzt zu einem massiven Preisabfall und viele bangen um ihre Existenz", so Kammerobmann Christoph Zirngast aus Großklein.
Bauernbundbezirksobmann Josef Kaiser rechnet vor: Die derzeitige Situation ist dramatisch. Ein um 80 Euro eingestalltes Ferkel kann als fertiges Mastschwein derzeit nur um ca. 130 Euro verkauft werden. Alleine die Futterkosten betragen hierfür um die 70 Euro, somit ist ein Verlust von 20 Euro pro Mastschwein zu verbuchen. Anhand dieser einfachen Rechnung ist klar ersichtlich, dass man vom „Dazuzahlen“ nicht als Betrieb und Familie überleben kann.  Gemeindebäuerin Daniela Posch aus Heimschuh fügt ergänzend hinzu, dass positiv zu erwähnen ist, dass die Direktvermarktung und der Ab-Hof Verkauf seit dem ersten Lockdown deutlich zugenommen haben: "Jedoch brauchen unsere Schweinebäuerinnen und Schweinebauern in der derzeitigen Situation dringend eine rasche und unbürokratische Hilfe."

Forderung nach Herkunftskennzeichnung

Durch dieses extreme Preisverhältnis beim Fleisch steht nun die Forderung nach einer konsequenten Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel, insbesondere in den verarbeiteten Produkten und beim Außer-Haus Verzehr, einmal mehr im Mittelpunkt: „Die Herkunft des Fleisches muss für die Konsumentinnen und Konsumenten klar ersichtlich sein!“, fordern die drei Funktionäre gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern. Posch, Zirngast und Kaiser richten den Appell an alle: „Kaufen wir regionale Produkte und unterstützten so die heimische Landwirtschaft!“.

Daten und Fakten
Pro Kopf Verbrauch Österreich Schweinefleisch ca. 37 kg, Rindfleisch ca. 18 kg
rund 740.000 Schweinen werden von rund 2.800 Schweinehaltern in der Steiermark gehalten.
rund 320.000 Rinder werden von rund 10.300 Rinderhaltern in der Steiermark gehalten.

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