TKV-Abwärme „verpufft“ nicht, sondern wärmt

Offizieller Spatenstich auf dem TKV-Gelände in Landscha.
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  • Offizieller Spatenstich auf dem TKV-Gelände in Landscha.
  • Foto: Anton Barbic
  • hochgeladen von Waltraud Fischer

Mit dem richtungsweisenden Kooperationsprojekt zwischen der TKV (Steirische Tierkörperverwertung) in Landscha in der Gemeinde Gabersdorf und der Bioenergie Leibnitzerfeld wird künftig die auftretende Abwärme aus der Verwertung tierischer Nebenprodukte mit umweltfreundlicher Fernwärme in den Gemeinden Leibnitz, Wagna und Gabersdorf genutzt.
Nun erfolgte auf dem TKV-Gelände der offizielle Spatenstich mit den beiden Partnern, Christian Weinberger von der TKV und Jakob Edler von der Bioenergie Leibnitzerfeld, den beiden Bürgermeistern Helmut Leitenberger (Leibnitz) und Franz Hierzer (Gabersdorf), weiters den beiden Landesräten Anton Lang und Johann Seitinger, sowie weiteren Ehrengästen. Unterzeichnet wurde auch ein Kooperationsvertrag zwischen der Fa. Haselbacher - in deren Fernwärmenetz in Tillmitsch auch Abwärme eingespeist wird – und der Bioenergie.
Es werden acht Kilometer Rohrleitungen ab der TKV-Anlage verlegt, wo die Pumpstation und die Pufferspeicher im neuen Wärmeauskoppelungsgebäude errichtet werden. Im Endausbau kommt man auf eine erzeugte Wärmemenge von 20.000 MWh pro Jahr, was eine CO2-Einsparung von 6.000 Tonnen jährlich erbringt. Der Investitionsbedarf beläuft sich auf drei Millionen Euro, wobei Land, Bund und EU mit Förderungen einspringen. – Als Großkunden hat man bereits die KAGES mit dem LKH Wagna, die Volkshilfe Steiermark und die Straßenmeisterei im gemeinsamen Boot.
Mit diesem Projekt, so Edler (Bioenergie), werde man den „ökologischen Fußabdruck wesentlich verkleinern“. Er freute sich mitteilen zu können, dass viele Bauaufträge bei diesem Projekt an regionale Unternehmen vergeben werden konnten. - Seitens der TKV sagte Weinberger, dass eine Abnahmeversorgung für die „nächsten Jahrzehnte gesichert“ sei. – Bürgermeister Leitenberger lobte die gemeinsame Wirtschaftskooperation unter den Nachbargemeinden und betonte, das Miteinander in den Vordergrund zu stellen. – Amtskollege Hierzer ortete „viele positive Effekte in der Wärmepartnerschaft“.
LR Lang erklärte, dass die „Abwärmenutzung in der Steiermark eine Erfolgsgeschichte“ sei, allerdings ortete er noch „viel Abwärmepotential“. – In die gleiche Kerbe schlug auch LR Seitinger, der Wärme „in die Luft zu blasen“ als unsinnig bezeichnete. Er sieht darin „Energiesicherheit im eigenen Land, Klimaschutz, regionale Wertschöpfung, und viele Arbeitsplätze vor Ort“.
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Text und Fotos von Anton BARBIC

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