Unüberhörbare Hilferufe aus der Wirtschaft

V.l. WKO-Regionalstellenleiter Josef Majcan (l.) und Regionalstellen-Obmann Johann Lampl (r.) konnten erstmals WK-Vizepräsident Andreas Herz bei der "WKO on Tour" im Bezirk Leibnitz begrüßen.
  • V.l. WKO-Regionalstellenleiter Josef Majcan (l.) und Regionalstellen-Obmann Johann Lampl (r.) konnten erstmals WK-Vizepräsident Andreas Herz bei der "WKO on Tour" im Bezirk Leibnitz begrüßen.
  • hochgeladen von Waltraud Fischer

Erstmals machte sich WKO-Vizepräsident Andreas Herz bei der jüngsten "WKO on Tour" bei Betrieben im Bezirk Leibnitz ein persönliches Bild vor Ort. Insgesamt wurden gemeinsam mit WKO-Regionalstellenleiter Josef Majcan und WKO-Regionalstellenobmann Johann Lampl acht Betriebe in der Region besucht. "Sehr deutlich haben dabei die Unternehmer vor allem zur aktuellen Diskussion über Mindestlöhne und die dringend nötige Arbeitsflexibilisierung geäußert", so Andreas Herz, der sich von den besuchten Betrieben wie u.a. der "time & style goldschmiede", der Grasch GmbH oder der Leo Bernhard GmbH beeindruckt zeigte.

Wirtschaft fordert Realismus

"1.500 Euro Mindestlohn sollen es sein, geht es nach den Gewerkschaften - egal, ob eine Branche das verkraften kann oder nicht. Doch die Klein- und Mittelunternehmen der Steiermark - sie machen 99 Prozent unserer Betriebe aus - fühlen sich dabei zu Unrecht mit globalen Großkonzernen verglichen", weiß Herz. "Wenn die Differenz des österreichischen Mindestlohnes zu dem des Herkunftslandes eines ausländischen Arbeiters weiter steigt, könnte das nicht nur zu einer verstärkten Abwanderung ganzer Branchen führen, sondern auch den Druck auf den heimischen Arbeitsmarkt verstärken."
Gravierende Auswirkungen zeigt mittlerweile der Fachkräftemangel, der die Unternehmer stöhnen lässt. "Es gibt mittlerweile keinen Bereich mehr, wo nicht ein Fachkräftemangel herrscht", führt Herz ins Treffen. Aus der Sicht des WKO-Vizepräsidenten führt kein Weg an der dualen Ausbildung vorbei. Viel Lob gibt es für das Talentcenter der WKO Steiermark, wo junge Menschen ihre Talente entdecken können.

Zahlen und Fakten

2007 gab es in der Steiermark 19.682 Lehrlinge, 2016 waren es 15.326 an der Zahl. Derzeit werden 768 Lehrlinge von 316 Ausbildungsbetrieben im Bezirk Leibnitz ausgebildet. Besonders gut funktioniert die Zusammenarbeit mit der Steirischen Volkswirtschaftlichen Gesellschaft, Pflichtschulen und Polytechnischen Schulen. Die Berufsfindungsbegleiter der STVG arbeiten sehr erfolgreich mit den Ausbildungsbetrieben zusammen. Die Bildungsinformationsmesse findet am 17. 11. in der Sporthalle Leibnitz statt.

Autor:

Waltraud Fischer aus Leibnitz

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