Viel Gespür für große Schätze

Ursula Thomann und Boris Golob geben ihr Wissen als Lehrbeauftragte auch an der Akademie der bildenden Künste Wien weiter.
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  • hochgeladen von Waltraud Fischer

Ein besonderes Gefühl für Kunst, Begabung zum Handwerk sowie Freude an der Geschichte und eine riesengroße Portion Wissen, gepaart mit der Liebe zum Beruf: Diese Fähigkeiten zeichnen die gebürtige Leibnitzerin Ursula Thomann und Boris Golob von der Restaurierungswerkstätte U. Thomann aus. Die beiden anerkannten Restauratoren ergänzen sich perfekt: Thomann ist Kunsthistorikerin, Vergolder- und Staffierermeisterin, Golob ist Vergolder- und Kirchenmalermeister mit Schwerpunkt Denkmalpflege. Als Lehrbeauftragte an der Akademie der bildenden Künste Wien geben sie ihr Wissen mit Leidenschaft an die angehenden Restauratoren weiter.

Ein Leben mit der Geschichte

Ob stundenlanges Sitzen hinter dem Mikroskop in der warmen Restaurierungswerkstätte oder hoch oben am Gerüst bei winterlichen Temperaturen: "Einen großen Bereich unserer Arbeit nehmen auch die Befundungen und Konzeptentwicklungen für Restaurierungsarbeiten ein", erzählt Thomann, die bereits seit 35 Jahren als Restauratorin tätig ist. Dabei spannt sich der Bogen von der Konservierung und Restaurierung von polychromen Fassungen und vergoldeten, versilberten und metallisierten Oberflächen auf sämtlichen Trägermaterialien (Holz, Stein, Putz, Stuck, Metall etc.) über die Rekonstruktion historischer Vergoldungstechniken bis hin zu Neuvergoldung und Gestaltung. So waren Ursula Thomann und Boris Golob heuer auch maßgeblich an der Restaurierung der Orgel am Frauenberg beteiligt. Viele neue Erkenntnisse konnten auch bei der Restaurierung in der Abtei Seckau erworben werden. Hier war man mit allen Stilepochen – von Romanik über Gotik und Barock bis zum 19./20. Jahrhundert – beschäftigt. "Auch in Mariazell haben wir heuer gearbeitet. Sehr interessant gestalten sich auch die Voruntersuchung und Konzepterstellung für die Restaurierungsarbeiten in der Wiener Staatsoper, die 2018 anstehen", erzählen Ursula Thomann und Boris Golob mit Freude und betonen: "Hinter jedem Objekt steht die Geschichte eines Künstlers, mit der wir sehr sorgsam umgehen. Deshalb ist es für uns wichtig, dass wir nicht in seine Arbeit eindringen sondern diese erhalten."

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