Zweiter Platz für St. Johann im Saggautal

Preis für St. Johann/S. mit Bgm. Johann Schmid in der Kategorie "Pro Jugend Aktive Gemeinden".
  • Preis für St. Johann/S. mit Bgm. Johann Schmid in der Kategorie "Pro Jugend Aktive Gemeinden".
  • Foto: Robert Frankl
  • hochgeladen von Waltraud Fischer

Der diesjährige Gemeindewettbewerb „Zukunftsgemeinde Steiermark″ widmete sich den jugendfreundlichsten Gemeinden der Steiermark. Aus den über 70 Einreichungen wurden von einer Fachjury die Sieger gekürt und gestern im Rahmen der Prämierungsfeier in der Aula der Alten Universität von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und LH-Stv. Michael Schickhofer ausgezeichnet.

Anlässlich der Prämierung unterstrich LH Hermann Schützenhöfer: „Den jungen Steirern Chancen und Perspektiven für ein gelungenes Leben zu eröffnen ist eine der wichtigsten Aufgaben einer verantwortungsvollen Politik. Mit dem diesjährigen Gemeindewettbewerb holt das Volksbildungswerk jene Gemeinden vor den Vorhang, die dieser großen Aufgabe in besonderer Weise gerecht werden. Die ausgezeichneten Gemeinden bieten den Jugendlichen Entfaltungsmöglichkeiten und damit Raum sich zu verwirklichen. Damit wird nicht nur für die Gemeinden selbst ein Stück Zukunft geschaffen, sondern es wird zugleich der Rückhalt und die Einbindung der Jugend in unsere Gesellschaft gestärkt. Ich gratuliere allen Preisträgern zu dieser Auszeichnung und danke ihnen für ihr Engagement zum Wohle der steirischen Jugend. In ganz besonderer Weise danke und gratuliere ich all jenen Persönlichkeiten, die für ihre außerordentlichen Verdienste um die Jugendarbeit ausgezeichnet wurden.″

LH-Stv. Michael Schickhofer betonte: „Die Jugend ist unsere Zukunft. Daher ist es umso wichtiger, unsere jungen Menschen bei der Gestaltung vor Ort aktiv einzubinden. All die heute ausgezeichneten Akteure zeichnen sich dadurch aus, dass sie unseren Jugendlichen diese Teilhabe ermöglicht haben. Solche Beteiligungsmodelle stärken das Vertrauen und das Verständnis der Jugendlichen für Politik, Wirtschaft und Umwelt und dürfen deshalb nicht vernachlässigt werden. Diese Mitbestimmungsmöglichkeiten wünsche ich mir auch in Zukunft für meine Kinder. Ich gratuliere den ausgezeichneten Gemeinden recht herzlich. Ebenfalls möchte ich den Menschen, die für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurden, herzlichst gratulieren. Durch ihren Einsatz und ihr Engagement mit und für Jugendliche sind sie seit Jahrzehnten Vorbild für unsere Gesellschaft.″

Preise in verschiedenen Kategorien

Im Rahmen des Festakts wurden bereits zum zwölften Mal Gewinner des Wettbewerbs „Zukunftsgemeinde Steiermark" prämiert. Vergeben wurden Preise in verschiedenen Kategorien: Im Bereich „Gemeinden″ gingen die Preise an Wenigzell (1. Platz), St. Johann im Saggautal (2. Platz) und Seiersberg-Pirka (3. Platz). In der Kategorie „Märkte″ wurden Krieglach (1.Platz), Gratwein-Straßengel (2. Platz) und Riegersburg (3. Platz) ausgezeichnet, die Gewinner der Kategorie „Städte″ sind Gleisdorf (1. Platz) und Knittelfeld (2. Platz) sowie Graz und Weiz (beide 3. Platz). Zudem wurde LH-Stv. a.D. Kurt Jungwirth für sein Lebenswerk und insbesondere sein Engagement für die Jugend ausgezeichnet.

Ein Herz für die Jugend

Für besondere Verdienste im Bereich der Jugendarbeit wurde überdies auch Pastoralassistent Anton Gschier ausgezeichnet. Ehrungen für ihr Lebenswerk wurden außerdem sieben weiteren Persönlichkeiten zuteil: Johann Petz-Ortner (Frauental an der Lassnitz), Josef Affenberger (Frohnleiten), Nora Elisabeth Maria Schönfellinger (Grundlsee), Katharina Hussauf (Kraubath an der Mur), Martina und Rene Fröhle (Mureck) und Michael Kogler (Pusterwald) wurde Dank und Anerkennung für ihre Unterstützung der Jugend in verschiedenen Belangen ausgesprochen.

Ein gelebtes Miteinander von Gemeinde und Jugend

Das oberste Ziel der Gemeinde St. Johann im Saggautal ist das Schaffen von gemeinsamen Projekten für und mit der Jugend. Das nachhaltige Engagement der Gemeinde zeigt sich zum Beispiel im Jugendraum im Gemeindeamtshaus. Dieser wurde beim Bau des neuen Gemeindeamtes 1997 im Kellerbereich geschaffen und von den Jugendlichen dankbar angenommen und selbst ausgebaut. Das Prunkstück der gemeinsamen Jugendarbeit ist aber das „Platzerl für an Jed'n“ in der Ortsmitte neben der Pfarrkirche. Dieses Gemeinschaftsprojekt von Landjugend, Gemeinde und EU bietet der gesamten Gemeinde Raum zur Entfaltung. Aber nicht nur die Landjugend hat die Chance, ihre Vorstellungen zu verwirklichen, auch die Kindergarten- und Volksschulkinder sowie die Jugendlichen, Urlauberfamilien mit Kindern und Junggebliebenen haben Platz zum Wohlfühlen. Dafür wurde unweit vom Ort St. Hans der NAPUKI (Naturpark und Kinder-) Spielplatz erschaffen. Hier kann man am Bächlein spielen, das Rätsel um den guten Naturgeist Napuki lösen, gemeinsam basteln, picknicken und mehr. Für dieses Projekt gab es vom Bundesministerium den Sonderpreis für die beste Kooperation von Schule und Gemeinde beim Wettbewerb „vielfaltleben 2016“. Weitere Initiativen der Landjugend sind Theaterspiele, der Krampuslauf, der Bau und die Erhaltung vom „Weg der Sinne“, Wettbewerbe sowie das jüngste Projekt – das Anmalen des Buswartehäuschens. Als eine der ersten Gemeinden der Steiermark wird Bürgerbeteiligung und Raumordnung in St. Johann großgeschrieben. Es wird stark auf die Mitarbeit aller St. Hanser und auf die Einbindung von Kindern und Jugendlichen gesetzt. So gab es eine Entdeckungsrallye für Kinder durch den Ortskern unter dem Thema „Deine Gemeinde in 20 Jahren“. Man erkennt an den vielen gemeinsamen Projekten die Verbundenheit der Gemeinde mit der Jugend – die Tür für die Jungen steht stets weit offen und das Miteinander wird gelebt.

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