ÖBB stellen Sanierung auf Abstellgleis

Die Langsamfahrstrecken der Radkersburger Bahn, wie hier bei Halbenrain, bleiben noch unbestimmte Zeit erhalten.                    Fotos: WOCHE
  • Die Langsamfahrstrecken der Radkersburger Bahn, wie hier bei Halbenrain, bleiben noch unbestimmte Zeit erhalten. Fotos: WOCHE
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Wo: Radkersburger Bahn, Bad Radkersburg auf Karte anzeigen

Das Sparpaket auf Bundesebene bewirkt eine Aufschiebung der Bahnsanierung in Radkersburg.

Eine gute und eine schlechte Nachricht brachte der Abgeordnete Martin Weber von seinem Gespräch mit ÖBB-Generaldirektor Christian Kern in die Region. Mit welcher soll man nun beginnen? Mit der schlechten, denn auf die gute müssen die Radkersburger Bahnkunden ohnehin noch warten: Die für März 2012 geplante Gleissanierung wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Grund dafür sind die Sparmaßnahmen, die zurzeit auf Bundesebene geschnürt werden. „Alle Infrastrukturprojekte werden nach einer genauen Überprüfung neu bewertet“, so Kern zu den verschobenen Erneuerungsarbeiten am Gleiskörper der Radkersburger Bahn.
„Parteiübergreifend bemühen wir uns weiter, damit die Strecke rasch saniert wird und somit weiterhin attraktiv bleibt“, sagt Weber dazu. Im weiteren Gespräch mit dem ÖBB-Chef wies Weber auf die Wichtigkeit der Bahnlinie für den Bezirk hin, womit wir bei den guten Nachrichten sind: „Die erfreulich steigende Anzahl an Kunden auf der Bahnlinie Bad Radkersburg- Spielfeld zeigt, wie wichtig diese Verbindung für den Bezirk ist.“ Ein erklärtes Ziel der Region ist auch eine Verlängerung der Bahn nach Slowenien, wozu es auch eine Willenserklärung beider Länder gibt. „Da der EU-Beitritt von Kroatien fix ist, muss daraus ein europäisches Verkehrsprojekt werden“, so Weber.

Zusätzlich Kunden

Eine gute Nachricht hatte Weber auch für Kern. Durch die Aufwertung der Landesberufsschule werden jährlich 300 Lehrlinge mehr in Bad Radkersburg ausgebildet. Dies wiederum wird die Bahnauslastung steigern, weil viele Lehrlinge aus dem Großraum Graz mit der Bahn anreisen. „Wir sichern damit unseren Schulstandort und heben gleichzeitig die Wichtigkeit unserer Eisenbahn. Denn nur eine starke Frequenz sichert auch künftig diese Verkehrsverbindung“, meint Weber abschließend.

„Die Bahnlinie muss erhalten bleiben, der Ausbau nach Slowenien ist Ziel für die Zukunft.“
Martin Weber, Abgeordneter

walter.schmidbauer@aon.at

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