Gold für Karatekämpfer aus Wildon

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Wenige Wochen nach einem erfolgreichen Auftritt in Athen haben steirische Karatekas weitere Siege zu verzeichnen. Am 28. April ging der Karate Eurocup Zell am See 2018 über die Bühne. 24 Nationen, darunter nicht nur Europäer, sondern auch Sportler aus Afghanistan, Nepal, Sri Lanka, Iran und den USA machten einen intensiven und spannenden Wettbewerb. Dabei gab es eine breite Palette an Karate Stilen zu sehen: Shotokan, Gojuryu, Wadoryu und Shitoryu - eine Stilrichtung, die Karatekas des Austria Karatedo Shitokai Verbands vertreten. Da freier Kampf - Kumite - diesmal erst ab 12 Jahren stattfand, nahmen die Leibnitzer und Südoststeirer einzeln und in Teams nur am Kata Wettbewerb teil. Die jungen Sportler brachten insgesamt acht Medaillen nach Hause.

Individueller Kata Wettbewerb ist eine besondere geistige Herausforderung. Die Gegner treten gleichzeitig auf einem Tatami an. Drei Meter voneinander entfernt, präsentiert jeder von ihnen eine Kata - eine komplexe Choreographie aus Angriffen, Blöcken und Ausweichmanövern gegen einen imaginären Gegner. Dabei heißt es für die Sportler, die Bewegungen des Konkurrenten ausblenden zu können, konzentriert bei der eigenen Kata zu bleiben, auch wenn der Gegner neben dir mit dem kräftigen “Kiai” plötzlich die Luft erschüttert.

David Pijetlovic aus Wildon und Gloria Heck aus Tieschen haben schon eine beachtliche Erfahrung im internationalen Wettbewerb gesammelt. Erst vor paar Wochen brachten die jungen Steirer zwei Gold und eine Bronzemedaille aus Athen nach Hause. Auch bei dem Eurocup waren die Sporttalente nicht zu stoppen. David dominierte in seiner Gruppe U10 und wurde ein weiteres Mal mit Gold belohnt.
Gloria musste dafür eine besonders große Leistung bringen. Seit ihrem Geburtstag im März kämpft sie in der U12 Gruppe. Aber auch als Jüngste konnte sie sich in der großen Gruppe U12 durchsetzen und durfte sich über eine bronzene Medaille freuen.

Für die Kleinsten wurde Eurocup zu einem ganz besonderen Erlebnis. Anna, Carina und Zoe, die zum ersten Mal an einem Turnier teilnahmen, wurden von der Größe und dem Verlauf der Veranstaltung fasziniert und entschlossen sich fest, weiter an Wettbewerben teilzunehmen. Ihr Debüt als Team wurde mit Bronze ausgezeichnet, genauso wie der Auftritt ihrer älteren Kolleginnen Anja, Gloria und Lara Joy, die Bronze in Kata Team U14 gewannen.

Medaillen sind für Kinder eine beachtenswerte und erfreuliche Belohnung. Was im Hintergrund passiert, ist jedoch von größerer Bedeutung. Ganz nebenbei entwickeln kleine Sportler Fähigkeiten und Stärken, die sehr wichtig in der Schule und im Leben sind, z.B. Fleiß, Disziplin und Ausdauerbereitschaft. Wer sich außerdem für Wettbewerbe entscheidet, lernt zusätzlich mit Niederlagen umzugehen, entwickelt Ehrgeiz und Zielstrebigkeit. So lernt man im Sport, für den Beruf und fürs Leben.

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