BOOM startet Digitalisierungsoffensive mit ÖBB

Bringen Digitalisierung auf Schiene: BOOM-Vorstandsmitglied Andreas Schaller, ÖBB-Generaldirektor Andreas Matthä und BOOM-Vorstandsmitglied Bora Man (v. l.)
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Knapp ein Terabyte an Daten ist es mittlerweile täglich, in denen Informationen rund um Wartungen und Inspektionen der ÖBB-Züge aufgezeichnet werden: Was früher in Papierablagen landete, wird nun in einer Softwarelösung der südsteirischen BOOM abgebildet. „Papierprozesse ziehen einen massiven Verwaltungsaufwand nach sich, insbesondere bei einer derart hohen Ansammlung von Daten im Bereich der Wartung von Zügen“, betont BOOM-Vorstandsmitglied Andreas Schaller. Mit seinem Unternehmen beliefert er die ÖBB seit knapp 20 Jahren mit digitalen Lösungen: Rund 35.000 Schienenverkehrsfahrzeuge verwaltet die Instandhaltungssoftware der Leibnitzer mittlerweile.

Digitalisierungsoffensive startet

Damit nicht genug: In den nächsten Jahren soll die Digitalisierungsoffensive der ÖBB gemeinsam mit dem Leibnitzer Bahnspezialisten noch weiter ausgebaut werden: „Kernaufgabe der Wartung von Schienenfahrzeugen ist es, Sicherheit und Verfügbarkeit unserer Züge noch weiter zu erhöhen. Die Digitalisierung gibt uns hierfür die Möglichkeit, Prozesse effektiver und transparenter zu gestalten“, betont ÖBB Holding-CEO Andreas Matthä, der das Unternehmen persönlich besucht und mit Entscheidungsträgern über Digitalisierungsstrategien der Zukunft diskutiert hat. Ein entsprechendes Projekt zwischen ÖBB und BOOM Software wurde eigens dafür ins Leben gerufen: Konkret geht es darum, Prozesse in Inspektionswerkstätten weitest möglich papierlos abzuwickeln. „Dadurch kann einerseits die Effektivität weiter gesteigert werden, andererseits lassen sich aufgrund der digitalen Dokumentation von Inspektionen auch Muster und Strategien für die Zukunft ableiten“, erklärt BOOM-Vorstandsmitglied Bora Man. So werden Züge künftig nicht routinemäßig zur Überprüfung gefahren, sondern auf Basis des jeweiligen Zustands – jeder einzelnen Zugkomponente. Denn mit Hilfe eines speziellen RFID-Chips lassen sich Daten zum Zustand einzelner Bauteile sammeln. Die Eingabe und Kontrolle der Daten erfolgt in den Wartungszentren der ÖBB – rund 1.000 Mitarbeiter wurden bereits mit Tablets ausgestattet.

Restbestand an Papier bleibt

Die ersten Ergebnisse werden bereits sichtbar: Obwohl das Projekt noch nicht gänzlich umgesetzt und ausgeweitet ist, konnte der Papierbedarf in einzelnen Fällen um 97 Prozent gesenkt werden. Ganz ohne Papier wird es aber auch künftig nicht gehen, sagt Schaller: „Wir sparen dort ein, wo es Sinn macht.“

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