Ratschendorf wird zum Rohstoffzentrum

Seit einigen Tagen wird am Gewerbepark Ratschendorf bereits am neuen zentralen Altstoffsammelzentrum für Radkersburg gebaut.
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  • hochgeladen von Walter Schmidbauer

Ein neues Altstoffsammelzentrum soll helfen, Rohstoffe im Müll zu verwerten.

Seit einigen Tagen wird im Gewerbepark Ratschendorf wieder eifrig gebaut. Hier soll bis Sommer dieses Jahres eines der modernsten Altstoffsammelzentren des Landes entstehen. Etwas mehr als eine Million Euro wird das Projekt kosten. Die Bauarbeiten sollen bis Juli 2012 abgeschlossen sein, danach wird eingerichtet und ab Herbst können die Radkersburger ihre Abfälle abliefern. „Der Kunde ist König“ soll auch zum Schlagwort für dieses regionale Sammelzentrum werden. Vergleichbar mit einem Einkaufsmarkt – wobei hier keine Produkte verkauft werden – sollen kundenfreundliche Öffnungszeiten ein besseres Service für Bürger anbieten. Die Gemeinden können ihre bestehenden Sammelzentren weiterführen, diese müssen aber nicht mehr umgebaut werden.
Ein wichtiges Ziel für den Abfallwirtschaftsverband Radkersburg ist es, dass sich der laufende Betrieb des neuen Sammelzentrums in Ratschendorf selbst finanzieren soll. „Wir helfen den Gemeinden und somit allen Bürgern Geld zu sparen, indem wir höhere Wertstofferlöse erwirtschaften wollen“, schrieb der Obmann des Abfallwirtschaftsverbandes Radkersburg nach dem Beschluss zur Errichtung des Zentrums in der Verbandszeitung.

Altstoffsupermarkt

Einen weiteren Vergleich mit einem Einkaufsmarkt liefert Wolfgang Haiden, Leiter des AWV: „Anstatt Waren aus gut beschrifteten Regalen zu nehmen, gibt man Abfälle ab. Dies geschieht bei kleinen Mengen auch mit einem vorhandenen Einkaufswagen.“ Für sperrige oder schwere Abfälle stehen Hilfsmittel wie ein Stapler zur Verfügung.
Etwa 100 verschiedene Abfallfraktionen sollen in Ratschendorf getrennt gesammelt und einer Verwertung – meist als Rohstoff für die Industrie – zugeführt werden. Ähnliche Anlagen werden in Oberösterreich sehr erfolgreich geführt. In Radkersburg soll somit eine neue „Abfallkultur“ entstehen.

Abfallanalyse
Im Restmüll werden im Bezirk Radkersburg pro Jahr viele wertvolle Rohstoffe entsorgt, die nicht mehr oder nur mehr sehr kostenintensiv verwertet werden können:
- 134 Tonnen Altpapier
- 95 Tonnen Altglas
- 60 Tonnen Altmetall
- 360 Tonnen Biomüll
- 200 Tonnen Kunststoff-
verpackungen

Wo: Gewerbepark, Ratschendorf auf Karte anzeigen

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