28.12.2017, 16:36 Uhr

Vorschlag zur Selbsthilfe

Wenn wir es auch nicht hoffen, so mag die Zeit kommen, wo wir auf selbst gebaute Medikamente und Heilmittel für Leiden zurückgreifen müssen, welche die Gerätemedizin nicht diagnostizieren kann oder man das Alter erreicht hat, in dem Krankheiten nicht mehr heilbar sind, bzw. die Urne günstiger ist als eine Behandlung, für diesen Fall besteht die Möglichkeit unten stehende Vorschläge zu erwägen.

„Für das Stöchen im Leib.
Nimb von Hanafwerch (Hanfwerg) ein gespunnene Strehn fett (siede) ihn in einer Gaismilch und lög ihn wohl (gut) worm auf das stöchente Ort. Hast du khein Gaismilch, so sett (siede) den Strehn sonst in ein Wasser und worm aufgelegt.“

„Bei der Nasen Bliet stöllen (Stillen von Nasenbluten):
Nimb ein Mies (Moos), der auf den Doten-Bainern (Totenbeinen) wart (war) und schapf (schoppe) die Nosn zue mit disen Mies, es hilft; oder ein Ofenlaimb (Lehm, wie er zum Ausschmieren von Feuerstellen verwendet wird), in Essig gesoten und ein Platl gemocht für (vor) die Nasenlöcher gemocht. Oder nimb ein Pänwoll (Baumwolle) aus der der Monen (Männer) ihren Hosen und schapf (schoppe) die Nosen zue.“
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Hans Baier aus Graz-Umgebung | 28.12.2017 | 22:00   Melden
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Friedrich Klementschitz aus Leibnitz | 30.12.2017 | 15:11   Melden
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