27.01.2012, 08:49 Uhr

Alle wollten MIO sehen

BG-Köflach-Direktor Peter Pichler erklärte die Grundbegriffe, das Projektteam stellte das neue MIO-Konzept in Voitsberg vor. Foto: Harald Almer
Voitsberg: Voitsberg | Gestatten, MIO. 160 Besucher wollten in Voitsberg das Konzept des neuen ORG hören.


Das Direktorium und das sechsköpfige Projektteam um Eva Schantl hatten in die Stadtsäle Voitsberg geladen, um das neue Oberstufenrealgymnasium (ORG) vorzustellen, das im Schuljahr 2012/13 erstmals seine Pforten öffnet. Die Organisatoren waren gespannt, ob diese neue Schulform auf Interesse stößt.
Und wie! Gut 160 Besucher lauschten den Ausführungen von BG-Köflach-Direktor Peter Pichler und dem Projektteam und stellen anschließend zahlreiche Fragen. Auch Landesschulinspektorin Gerda Lichtberger und BSI Gerald Freymüller waren im Saal. „Alle Schulen haben die gleiche Berechtigung, es soll keine geben, die verliert“, sprach Lichtberger die Ängste der bestehenden Schulen in Voitsberg an. „Das Konzept ist ein Meisterstück, es wurde in kürzester Zeit perfekt abgeliefert.“
Das Wort MIO steht für Motivieren, Individualisieren und Orientieren, das ORG hat einen sportlichen und einen Instrumental-Schwerpunkt. Eckpfeiler sind die Allgemein- und Spezialausbildung, die Methodenvielfalt, der Lehrervortrag als Coaching, mehr Eigenverantwortlichkeit der Schüler, ein persönliches Portfolio jedes Schülers mit dessen Stärken, das soziale Lernen, das in den Fächerkanon integriert wird, die Fitness am PC, Zusatzqualifikation inklusive Nachweis eigener Kompetenzen und Schulveranstaltungen wie Kennernlerntag, Sport-, Musik- und Sprachwoche. Das alles kann man am BG Köflach beim Schnuppertag für das neue ORG Voitsberg am 14. Februar von 8.15 bis 12.35 Uhr erleben. Um schriftliche Anmeldung wird gebeten.
Anschließend wurden die Schwerpunkte Instrumentalmusik und Sport vorgestellt. Die Instrumentalmusik umfasst die drei Basisfächer Musikerziehung, Musikpraxis und Instrumentalunterricht. Unterrichtet werden die Fächer Klavier, Gitarre und Gesang zwei Stunden pro Woche.
Beim Sport geht es um eine polysportive Ausbildung (Leichtathletik, Schwimmen, Ballsportarten, Turnen mit Ausdauer, Kraft und Koordination). Neue Sportarten werden kennengelernt, eine Zusammenarbeit mit den Vereinen in der Region wird vertieft. Dazu kommt die Sportkunde als Maturafach mit Schularbeiten, gleichzeitig wird eine Lehrwarte- und Instruktorenausbildung vorbereitet.
Fremsprachen sind Englisch und wahlweise Latein oder Italienisch. Die Schule ist vorrangig für Schüler der Neuen Mittelschulen vorgesehen. Geplant ist derzeit eine Klasse, LR Elisabeth Grossmann bemüht sich, das Ministerium von einer 2. Klasse zu überzeugen.

Autor: Harald Almer
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