25.07.2017, 15:43 Uhr

Die Bärenfänger von Turnau

Ende Mai 1935 verbreitete sich in Windeseile im Ort Turnau die Nachricht, dass aus dem Stübmingtal ein großer brauner Bär auf der Straße gegen Turnau marschiere. Bei der Untersuchung des Gerüchtes stellte es sich heraus, dass Tags vorher dem Wanderzirkus Antonielle, der damals in Veitsch gastierte, ein brauner Bär entwichen war. Das Tier wanderte über die Scheiklalpe im Troiseckgebiet, wo er sich zum Entsetzen der Bergbauern bei hochgelegenen Gehöften herumtrieb. Der Bär hatte dann den Höhenrücken des Troisecks überstiegen und den Abstieg in den Stübminggraben begonnen. Die Gendarmerie Turnau sandte dem langsam einher trottenden Meister Petz eine Patrouille entgegen, gleichzeitig begann von Veitsch aus unter Beteiligung der Zirkusangestellten die Jagd nach dem Ausreißer. Die Gendarmerie Veitsch nahm die Verfolgung mit einem Auto auf. Knapp vor Turnau wurde der Bär gestellt; zunächst versuchte er auszureißen, doch als ihm der Arzt Dr. Kaufmann aus Turnau aus seinem Auto heraus ein Honigbrot reichte, ließ er sich in der Hoffnung auf weitere Leckerbissen, zum Verbleiben bewegen, bis das Auto mit seinem Tierbändiger aus Veitsch eingelangt war. Nun wurde der Bär eingefangen und in den Zirkus nach Veitsch zurück gebracht, wo er, natürlich mit riesigem Beifall schon bei der Abendvorstellung auftrat.
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Elfriede Endlweber aus Graz-Umgebung | 25.07.2017 | 16:37   Melden
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Anna Aldrian aus Graz-Umgebung | 25.07.2017 | 18:04   Melden
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