14.04.2017, 08:21 Uhr

Die Jägerschaft von Kaindorf appelliert an die Vernunft von Hundehalter und Mountainbiker!

(Foto: Foto: panthermedia.net/rubbl)

Immer mehr Landwirte und Grundbesitzer wenden sich an die Jägerschaft mit dem Problem, dass Hundebesitzer mit Ihren Lieblingen über Felder und Wiesen im Wasser Schon- und Schutzgebiet laufen. Weiteres fahren Mountainbiker unerlaubt am Kogelberg. Sie errichten auf fremden Grundstücken Sprungschanzen und Schlägern Bäume.

Alfred Jarc, Obmann der Jägerschaft von Kaindorf, weist darauf hin:
Wiesen und Felder sind Grundsätzlich als Betriebsgelände zu betrachten. Landwirtschaftliche Nutzflächen sind deshalb auch nicht öffentlich begehbar. Der Wald darf nur zu Erholungszwecken betreten werden. Das Befahren und Sonstiges, wie Reiten etc. ist nur mit Zustimmung des Grundbesitzers erlaubt. Der Hundekot auf Wiesen ist vor allem in Stadtrandlagen und Naherholungsgebiet ein immer stärker werdendes Problem. Hundekot können viele Parasiten enthalten. Diese Parasiten befallen z. B. Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und Rehwild. Eine Infektion kann unter anderem zu Fehl-und Frühgeburten und einer hohen Kälbersterblichkeit führen und verursacht teils schwere Ausfälle in der Landwirtschaft. Die heimischen landwirtschaftlichen Betriebe erzeugen beste und gesunde Lebensmittel. Sauberkeit ist dabei von immenser Bedeutung. Es besteht allgemein Zustimmung, dass Hundekot auf landwirtschaftlichen Flächen generell unhygienisch und deshalb zu vermeiden ist. Ich denke auch, dass niemand seinen Kindern und auch sich selbst Lebensmittel zumuten will, die mit Hundekot verunreinigt sind. Hundekot stellt ein Infektionsrisiko dar, wobei Kinder und abwehrgeschwächte Erwachsene besonders gefährdet sind. Deshalb die Bitte an alle Hundehalter, gehen sie nur auf befestigten Wegen, lassen sie den Kot Ihres Hundes nicht liegen, sammeln sie ihn auf und entsorgen sie den Kot ihres Lieblings ordnungsgemäß.

Laut Steirischem Sicherheitsgesetz sind Hunde angeleint zu führen. Immer wieder fühlen sich Personen durch freilaufende Hunde gefährdet. Derzeit kommen in der Natur viele Jungtiere auf die Welt. Das Beschnuppern eines Geleges oder eines Jungtieres durch einen Hund kann schon ausschlagend sein, dass es von den Elterntieren nicht mehr angenommen wird. Das Jungtier muss dann qualvoll verenden. Bitte verbringen sie die Spaziergänge mit ihrem Liebling angeleint, um Strafen zu entgehen. Sie können Ihren Hund somit auch vor Gefahren oder anderen Unannehmlichkeiten schützen.

Mountainbiken am Kogelberg:

Das Befahren fremder Grundstücke, sowie auf deren das Errichten von Sprungschanzen und das Fällen von Bäumen bedeutet Besitzstörung. Es wurden diesbezüglich bereits Anzeigen getätigt. Diese Abschnitte werden von den Mountainbikern meist in der Zeit der Dämmerung befahren, dadurch wird ein unangenehmer Nebeneffekt erreicht. Wildtiere werden erschreckt und in die Richtung der Sulmtalstraße B-74 getrieben. Dadurch kann es wiederum zu Verkehrsunfällen kommen, wo es um Menschenleben und um Tierleid gehen kann.
Die Jägerschaft von Kaindorf hat ein fünf Jahresprojekt gemeinsam mit der BOKU Wien gestartet, um mit neuen Wildreflektoren Verkehrsunfälle mit Wildtieren zu minimieren. Für uns Jäger ist es vorrangig Menschenleben zu schützen, sowie unnötiges Tierleid zu verhindern. Durch so unüberlegte Aktivitäten der Mountainbiker wird diese wertvolle Arbeit vernichtet. Solche Aktivitäten können wohl mit Hobby oder Sport nichts zu tun haben.
Darum nochmals die Bitte an alle, Überlegen Sie Ihre Aktivitäten in der Natur. Sie können auch einen wertvollen Beitrag leisten, Menschenleben zu schützen und Tierleid zu verhindern.

Die Jägerschaft von Kaindorf
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