10.10.2017, 08:15 Uhr

Heiße Maroni seit 33 Jahren

Eine Institution: Annemarie Weinzettl bedient bei jedem Wetter im Maronistand im Bereich der Klosterkirche.

Der Maronistand im Bereich der Klosterkirche in Leibnitz schreibt seit 33 Jahren Geschichte.

Fröhlich steht Annemarie Weinzettl im Maronistand in Leibnitz, in dem sie ihre Alltagssorgen vergessen kann. Und die vielen treuen Kunden können es kaum erwarten, bis es wieder die frischen italienischen Maroni zu genießen gibt. "Heuer haben wir eine Woche später aufgesperrt, aber uns ist es wichtig, dass wir nur beste Qualität von einem langjährigen italienischen Partner verkaufen", betont Gatte Erwin, der nach einer schweren Krankheit seiner Frau sofort eingesprungen ist.
"Mir bereitet das Maronibraten große Freude und es kommen immer sehr liebe und hilfsbereite Leute", erzählt Annemarie Weinzettl. Dabei führte vor 33 Jahren der Zufall Regie als sie den Maronistand in der Stadt übernahm.
Während sich in den mehr als 30 Jahren in der Stadt Leibnitz viel verändert hat, erinnert der Maronistand der Weinzettls noch immer an die alten Zeiten. Selbst die Budel, sprich das Verkaufspult, ist noch original. "Wir wissen nicht wie alt das Pult ist und es wurde schon sehr oft zusammengeleimt und verschraubt", lacht Erwin Weinzettl, der beruflich als Innenarchitekt viel herumkam. "Aber der Ortsbildsachverständige bestand darauf, dass wir keine neue Budel anschaffen." Neu ist hingegen eine Auflage aus Brüssel seit Dezember 2016: Aufgrund der Druckerschwärze dürfen die duftenden Maroni nicht mehr in Zeitungspapier eingewickelt werden. Gekaufte Tüten mussten her. Gebraten wird täglich bei jeder Witterung. Annemarie Weinzettl erinnert sich an klirrende Wintertage bei Minus 23 Grad Celsius.
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