20.06.2017, 08:22 Uhr

Ihre Arbeit hält sie jung

Die Arbeit hält sie jung: Mit 81 Jahren arbeitet Erika Konrad nach wie vor jeden Tag in ihrer Putzerei in Ehrenhausen.

Seit rund 45 Jahren ist Erika Konrad in ihrer Putzerei in Ehrenhausen aktiv.

Erika Konrad ist in Ehrenhausen an der Weinstraße schon eine Institution. Seit rund 45 Jahren betreibt sie hier eine Putzerei. Dazu gekommen ist es mehr oder weniger durch Zufall. "Mein Mann war Schneider und meine Schwester aus Klagenfurt hat erzählt, dass Schneiderei und Putzerei hier Hand in Hand gehen. Als dann Geschäftsräume für eine Putzerei gesucht wurden, haben wir das gemacht", informiert die rüstige 81-Jährige. Gerade zu Beginn war die Arbeit eine Herausforderung. "Die Leute haben nicht gewusst, was eine Putzerei tut. Viele haben mich gefragt, ob sie selbst Reinigungsmittel mitbringen müssen", schmunzelt Erika Konrad.

Am Puls der Zeit

Die Putzerei hat sich aber schnell etabliert und so wurden in Mureck, Wildon und Leibnitz weitere Filialen aufgemacht. "Die Betreiber haben sich mittlerweile selbstständig gemacht, aber für die Kollegin in Mureck erledige ich nach wie vor die Putzarbeiten", so Konrad. Auch Lehrlinge hat Erika Konrad etliche ausgebildet. Die Putzerei hat mittlerweile die Tochter übernommen, doch für die engagierte Frau ist es nach wie vor selbstverständlich, Tag für Tag zu arbeiten. "Wir haben eine Büglerin beschäftigt, ansonsten mache ich noch alles selbst", gibt sie Auskunft. Unlängst wurde gar eine neue Maschine angekauft, um am neuesten Stand der Technik zu bleiben und den Umweltbestimmungen gerecht zu werden.

Auf Qualität achten

Generell gibt es heute weniger zu putzen als noch vor etlichen Jahren. Den Grund dafür sieht Erika Konrad darin, dass immer mehr Kleidung zu Hause gewaschen werden kann und wenig Qualitätskleidung, sondern eher Billigprodukte gekauft werden. "Viele kaufen Kleidungsstücke gar nicht, wenn in der Pflegeplakette steht, dass es nur von einer Putzerei gereinigt werden darf." Ein Leben ohne ihre Arbeit kann sich Erika Konrad nicht vorstellen. "Ich wäre todunglücklich, wenn ich nichts zu tun hätte. Ich liebe meine Arbeit und kann mir nicht vorstellen, nichts zu tun", ist die 81-Jährige nach wie vor voller Tatendrang. Das Einzige, was ihr neben ihrer Arbeit noch Freude macht, ist das Singen im Kirchenchor. "Dabei kann ich dem lieben Gott danken, dass ich noch arbeiten kann!"
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Friedrich Klementschitz aus Leibnitz | 20.06.2017 | 14:24   Melden
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Eva Heinrich aus Leibnitz | 20.06.2017 | 14:29   Melden
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Friedrich Klementschitz aus Leibnitz | 20.06.2017 | 15:46   Melden
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