11.09.2014, 09:12 Uhr

Kurzmann verleiht 10. VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark an Leibnitz

V.l.n.r: Oliver Kölli (NMS Leibnitz I), Ronald Liebergesell (NMS Leibnitz II), LR Kurzmann, Erwin Kletz (ÖBB-Postbus), Bgm. Helmut Leitenberger (Leibnitz), Markus Gansterer (VCÖ). (Foto: ©Büro LR-Kurzmann/Kaspar)

Siegerprojekt: "Gesund und klimafreundlich zur Schule" - Durch kindgerechte Verkehrsplanung mehr Bewegungsmöglichkeiten schaffen.

Kinder brauchen viel und regelmäßig Bewegung - und dazu bietet sich der Weg zur Schule nahezu optimal an, um zur täglichen täglichen Portion Bewegung kommen. Davon ist auch der VCÖ (Verkehrsclub Österreich) überzeugt und nominiert als Siegerprojekt ein Vorzeigebeispiel aus Leibnitz.

Die Stadtgemeinde Leibnitz hat gemeinsam mit den zwei Neuen Mittelschulen ein Mobilitätsprojekt gestartet, mit dem Ziel, dass die Kinder umweltfreundlich zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen und weniger Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden. Nach der umfangreichen Schulweganalyse werden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Der VCÖ, Landesrat Gerhard Kurzmann und ÖBB-Postbus haben den VCÖ-Mobilitätspreis an Bürgermeister Helmut Leitenberger verliehen. "Die Stadtgemeinde Leibnitz zeigt vorbildlich, welche Schritte bei der Verkehrsplanung nötig sind, damit mehr Kinder zur Schule radeln können", lobt VCÖ-Experte Gansterer das ausgezeichnete Projekt.

Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann: "Die Prägung des Mobilitätsverhaltens ist bereits in jungen Jahren von wesentlicher Bedeutung. Ich gratuliere der Stadtgemeinde Leibnitz zu diesem Vorzeigeprojekt. Es wird ein Bewusstsein für Bewegung geschaffen und ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung und zur Gesundheit der Jugendlichen geleistet. Ich hoffe, dass noch zahlreiche Gemeinden diesem Vorbild folgen werden." Erwin Kletz, ÖBB-Postbus-Regionalmanager, gratuliert den Gewinnern: "Der VCÖ-Mobilitätspreis ist ein wichtiger Anstoß für eine umweltbewusste Mobilität und wird deshalb gerne von Postbus unterstützt."

Viele Schulen haben das Problem, dass zu viele Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden, macht der VCÖ aufmerksam. Dabei wirkt sich schon die körperliche Bewegung am Schulweg positiv auf Gesundheit und auch Leistungsfähigkeit der Kinder aus. Die Kinder, die zu Fuß, mit Tretroller oder mit Fahrrad zur Schule kommen, sind wacher und damit von der ersten Stunde an aufmerksamer und konzentrierter. Zudem ist Bewegung für Kinder sehr wichtig.

Das Schulumfeld autofrei zu halten macht den Schulweg sicherer. In Bozen beispielsweise wird bei einigen Schulen vor Unterrichtsbeginn ein Fahrverbot verhängt, damit die Kinder nicht von den vielen Autos der Eltern gefährdet werden. Wichtig bei Schulen sind auch ausreichend Abstellmöglichkeiten für Scooter und Fahrräder.

"Gesunde Mobilität heißt für Kinder, möglichst viele Alltagswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen zu können. Die Verkehrsplanung hat die Aufgabe das dafür nötige Umfeld zu schaffen. Eine kindgerechte Verkehrsplanung ist dabei das Um und Auf", fasst VCÖ-Experte Gansterer zusammen.

Der VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark wird auch vom Verkehrsverbund Steiermark unterstützt.
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