29.09.2014, 12:21 Uhr

Naturkatastrophe in Gruisla

Die Landesstraße 204 ist aufgrund der Hangrutschung bis auf weiteres gesperrt. (Foto: STED/Karner)

Aufgrund einer
Hangrutschung
musste Wohnhaus
evakuiert werden.

Die Naturgewalt hat in der Gemeinde Klöch zugeschlagen. Eine Hangrutschung in Gruisla führte dazu, dass ein Bereich der Landesstraße 204 (Radkersburgerstraße) und ein Wohnhaus zum Katastrophengebiet erklärt werden mussten. Weitere Starkniederschläge sorgten für eine Zunahme der Rutschung. Über 10.000 Kubikmeter Erde waren auf einer Fläche von rund 5.000 Quadratmetern in Bewegung. Das Wohnhaus wurde evakuiert. Die betroffene Familie, die das Objekt laut Klöchs Bürgermeister Josef Doupona als Wochenendhaus nützt, war zum Zeitpunkt des Geschehens nicht anwesend bzw. in Gefahr. Die zuständigen Fachabteilungen des Landes starteten umgehend mit Sondierungsarbeiten, um geeignete Sicherungsvarianten zu prüfen. Die Landesstraße 204 zwischen Deutsch Haseldorf und Pölten wurde umgehend für den gesamten Verkehr gesperrt. "Es laufen aktuell Bohrungen, um die Untergrundverhältnisse zu klären", gibt Landesgeologe Marc Andre Rapp Auskunft.

Straßensperre aufrecht

Welche Sicherungsmaßnahmen noch getroffen werden, kann man laut Stefan Kirchengast, Katastrophenschutzreferent der Bezirkshauptmannschaft, noch nicht sagen. Im Bereich der gesperrten Landesstraße wurde eine bestehende Stützmauer abgesichert. Bei einer angrenzenden Gemeindestraße stellte man Betonwürfel auf, um die Zufahrt zu einem landwirtschaflichen Gehöft in Nachbarschaft zum evakuierten Wohnhaus zu garantieren. "Um das Wohnhaus zu sichern, ist beim Böschungshang eine Sicherung mit einem Netz angedacht", so Kirchengast. Klar ist laut dem Vertreter der Bezirkshauptmannschaft auf alle Fälle, dass die Straßensperre diese Woche sicher noch aufrecht bleiben wird.
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