08.07.2017, 15:09 Uhr

Sinnlose Gewalt

Seit zwei Tagen tobt in Hamburg ein organisierter Mob. Achttausend marodierende Aufrührer, im Schutz von zwanzigtausend friedlichen Demonstranten, verwüsten Stadtviertel um Stadtviertel. Hoch auflodernde Feuer auf Straßen und Plätzen, die nicht gelöscht werden können, weil Zufahrtswege systematisch blockiert werden. Der Angriff auf die Stadt ist gut organisiert, während die Polizei darauf beschränkt ist, zuzuschauen, wie Geschäfte geplündert, Autos angezündet und die Randalierer immer neue Feuer legen. Rauchschwaden ziehen über Hamburg und erinnern an Aleppo. Aus berechtigter Angst vor Sprengfallen, überlassen die Einsatzkräfte dem Hass und der Gewalt ganze Stadtviertel stundenlang als rechtsfreien Raum. Hätte nur ein Wohnhaus zu brennen begonnen, wäre ein Feuersturm entfacht worden, ohne dass ein Feuerwehrfahrzeug durchgekommen wäre. Eine Katastrophe, die für die Bewohner hätte zur tödlichen Falle werden können.

In dem bürgerkriegsähnlichen Geschehen sind radelnde Leute, gaffende Zuschauer und kudernde Jugendliche unterwegs. Als endlich Sondereinsatzkommando eintrifft, um die Polizistinnen und Polizisten vor Mordanschlägen abzusichern, mischen sich Leute unter die Truppe, um ein Selfie zu schießen.

Die Bewohner schauen interessiert zu, wie die Straße, in der man lebt, zur Baustelle wird. Niemand geht auf die Straße und denkt daran, wenigstens verbal Widerstand zu leisten. Ich frage mich, wo sind jene, die sonst schreien: wir sind das Volk?

Der Gipfel der Frechheit sind die Schuldzuweisungen durch die Organisatoren der Randale an die Polizei. Sie haben mit ihren Aktionen billigend in Kauf genommen, was da passiert ist. Mein Verständnis für die sogenannten „Globalisierungsgegner“ ist geschrumpft; denn diese zeigen keinen Respekt vor den Menschen, wenn es darum geht, ihre Utopien durchzusetzen, ist ihnen jedes noch so gottlose Mittel recht. Haut ab, ihr Chaoten!
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Elfriede Endlweber aus Graz-Umgebung | 08.07.2017 | 15:44   Melden
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Anna Aldrian aus Graz-Umgebung | 08.07.2017 | 17:26   Melden
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Friedrich Klementschitz aus Leibnitz | 08.07.2017 | 19:20   Melden
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Anna Aldrian aus Graz-Umgebung | 08.07.2017 | 19:31   Melden
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