19.06.2017, 11:48 Uhr

Steirerkraft kämpft für fairen Wettbewerb in Brüssel

v. l. n. r. Dr. Christoph Wiesinger, Bundesinnungsmeister Bau KR Hans-Werner Frömmel, Bau-Holz-Vorsitzender Abg. z. NR Josef Muchitsch und EU-ÖGB-Büroleiter Oliver Röpke.

Gewerkschaft Bau Holz-Vorsitzender NAbg. Josef Muchitsch und Bauinnungsmeister Werner Frömmel nehmen in Brüssel einen weiteren Anlauf für einen fairen Wettbewerb.

Sonntag Mittag hoben NAbg. Josef Muchitsch und Bauinnungsmeister Werner Frömmel mit einer Delegation aus Bau-Holz-Gewerkschafter und WKO nach Brüssel ab, um gemeinsam das Wort für einen fairen Wettbewerb im Binnenmarkt zu ergreifen. "Wir versuchen in zwei Tagen mit sehr vielen Menschen Kontakt aufzunehmen, um über diese Problematik zu informieren und zu überzeugen, um faire Bedingungen im Kampf gegen Sozial- und Lohndumping umzusetzen", betont NAbg. Muchitsch, der heuer bereits zum fünften Mal in Brüssel in dieser Angelegenheit im Einsatz ist. "Wir fordern seit langem eine Verschärfung der Entsendungsrichtlinie, die das Prinzip gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort in Theorie und Praxis umsetzt. Leider enttäuscht der vorliegende Entwurf der EU-Kommission in mehreren Punkten. Wir fordern ein klares Bekenntnis zm Kampf gegen Sozial- und Lohndumping", betont der Vorsitzende der Gewerkschaft Bau Holz. "Wir schaffen eine Richtlinie für eine Krümmung einer Gurke, aber keine funktionierende Richtlinie für einen fairen Wettbewerb", stößt es NAbg. Muchitsch sauer auf.

Expertenworkshop und Podiumsdiskussion

Im Rahmen eines Expertenworkshops wurden am Montag Vormittag die Probleme im Kampf gegen einen unfairen Wettbewerb aufgezeigt. "Europa hat noch kein Rezept angeboten, wie man die Freizügigkeit mit einem fairen Wettbewerb in Europa verbinden kann", unterstreicht Oliver Röpke. Briefkastenfirmen und Scheinselbstständigkeit werden aus Expertensicht als sehr problematisch gewertet. Ein bürokratischer Apparat hemmt und verzögert zur Zeit von den Steirern gewünschte Maßnahmen. "Doch die Brüsselreise hat sich gelohnt", zieht NAbg. Muchitsch bereits nach dem zweiten Workshop am Montag Bilanz. Die Steirer erhoffen sich vor allem mit der am Abend angesagten Podiumsdiskussion ein Gehör in Brüssel zu schaffen. "Wir brauchen europäische Richtlinien, die einen fairen Wettbewerb ermöglichen", so der einhellige Tenor der Steirer.

Waltraud Fischer berichtet im Rahmen einer Pressereise aus Brüssel.
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