25.09.2016, 18:06 Uhr

Verdächtige Individuen

Aus St. Georgen wird von wandernden Handwerksburschen berichtet, die früher in den Markt kamen. Unter ihnen fanden sich auch etliche Strolche. Da war der „Schwertschleifer Franzl“: gekraustes Haar, roter Bart, mit weißem Rock, gestreiftem Halstüchl, schwarzledernen Hosen, blauen Sommerstrümpfen und Schnallenschuhen und „drei eggeten“ Hut, mit schwäbischer Aussprache, 28 Jahre alt. Mit solcher typischen Kleidung suchten sie damals Frauen zu imponieren. Zur Zeit des Siebenjährigen Krieges (1756 bis 1763) trieben sich im Markt St. Georgen derartige fremde junge Männer herum, die sich keines guten Rufes erfreuten. Zu dieser Zeit führte die Hauptverkehrsverbindung von Graz über St. Georgen nach Marburg a. d. Drau, auf der sich auch leichtscheues Gesindel bewegte. Im Markt Leibnitz soll aus Rache durch einige Handwerksburschen, denen Almosen verweigert worden war, 1704 ein verheerender Brand gelegt worden sein. Beilage Nr. 69 des Grazer Volksblatt vom 25. März 1890.
Mancher Aberglaube handelt von solchen verdächtigen Seilschaften. Auch Mädchen beteiligten sich an diesen Bandenbildungen. Sie führten ein ungezwungenes Leben. Es heißt z. B.: „Die Schinter-Miedl“ aber hat viele Liebste gehabt“. 800 Jahre Pfarre St. Georgen an der Stiefing, Dr. Klug, 1959.
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Friedrich Klementschitz aus Leibnitz | 26.09.2016 | 13:28   Melden
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